Mo, 22. Oktober 2018

Positive Erstbilanz

30.12.2014 07:45

Tempo 100 in Tirol: Autofahrer sind diszipliniert

Am 20. November ist auf einem Großteil der Inntalautobahn und einem kleineren Abschnitt der Brennerautobahn - wie berichtet - der permanente Luft-100er in Kraft getreten. Knapp einen Monat später zieht die Polizei nun eine positive Erstbilanz. Nur rund vier Prozent der Kraftfahrer halten sich nicht ans Tempolimit. In Summe sind es dennoch mehr als 26.000 Übertretungen.

Die Landesverkehrsabteilung der Tiroler Polizei warf in den vergangenen Wochen ein wachsames Auge auf die Tiroler Autobahnen. Seit 20. November ist der permanente Luft-100er auf der A12 (Kufstein bis Zirl bzw. Imst bis Zams) und der A13 (Natters bis Schönberg) in Kraft. "Die weit überwiegende Mehrheit der Autofahrer hält sich ans Tempolimit", zieht Markus Widmann, Leiter der Verkehrsabteilung, eine erste Bilanz.

Bis 20. Dezember wurden 26.467 Übertretungen registriert - davon 16.258 von stationären Radaranlagen und 10.209 durch Zivilstreifen oder mobilen Radar- und Lasermessungen. Der Großteil der Überschreitungen bei den Pkws lag in einem Bereich zwischen elf und 20 km/h, der Spitzenwert bei 171 km/h. Bei den Lkws waren tagsüber (Limit 80 km/h) nur vereinzelte Überschreitungen festzustellen, in der Nacht (Limit 60 km/h) deutlich mehr.

"Anteil der Übertretungen bei drei bis vier Prozent"
Widmann: "Obwohl die absolute Zahl der Übertretungen den Eindruck vermittelt, es seien sehr viele Autofahrer zu schnell unterwegs, muss diese Zahl immer in Relation zur sehr hohen Fahrzeugfrequenz auf Tirols Autobahnen gesehen werden." Rund 70.000 Fahrzeuge sind innerhalb von 24 Stunden unterwegs. "Der Anteil der Übertretungen liegt demnach bei drei bis vier Prozent. Das ist deutlich weniger, als es bei Radarmessungen sonst üblich ist", erklärt Widmann.

LHStv. Ingrid Felipe weist darauf hin, dass durch die Disziplin der Lenker die Sicherheit erhöht werde. Auch das sei ein Argument für den Luft-100er.

Appell an Autofahrer
Der 100er hat allerdings auch negative Auswirkungen. So bewirkt er offenbar, dass viele Lenker trotz Rechtsfahrgebot auf der Überholspur bleiben. Die Polizei appelliert daher an die Autofahrer, nach dem Überholen wieder auf die Normalspur zu wechseln.

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