Tödlicher Bärenangriff

Alle Schulausflüge sollen abgesagt werden

Ausland
09.10.2026 16:21
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein tödlicher Bärenangriff hält die Mongolei in Atem. Nun sollen dort Ausflüge für Schulen und Kindergärten vorerst nicht mehr stattfinden.

Am Stadtrand von Ulan Bator hatte am Mittwochabend ein Bär einen Mann getötet und eine Frau schwer verletzt. Wie die Umweltbehörde der mongolischen Hauptstadt mitteilte, griff der Bär die beiden in ihrem Haus an. 35 Förster und Polizisten rückten aus, um den Bären aufzuspüren und zu töten. Bei der Suche setzten sie auch Drohnen mit Wärmebildkameras ein.

„Aufgrund von Bärensichtungen in der Nähe besiedelter Gebiete“ riet das Bildungsministerium am Freitag auch von Klassenfahrten ab. „Kindern sollte es nicht gestattet werden, allein in Wald- und Berggebiete zu gehen“, so das Ministerium. In „Hochrisikogebieten“, in denen bereits Bären beobachtet wurden, solle auf Ausflüge im Freien ganz verzichtet werden.

Tier neutralisiert
Auch gab das mongolische Umwelt- und Klimaministerium bekannt, der Bär sei nicht weit von dem Angriffsort entfernt „lokalisiert und neutralisiert worden“. Ersten Erkenntnissen zufolge habe es sich um ein etwa sechs Jahre altes Männchen gehandelt, sagte der Ministeriumsvertreter Batbayar Shurenchuluun auf einer Pressekonferenz.

Bedrohung durch Bären steigt
In der Mongolei haben gefährliche Begegnungen zwischen Bären und Menschen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Die Gründe dafür sind nicht bekannt. Allein in Ulan Bator wurden seit Jahresbeginn 24 Bärensichtungen gemeldet, landesweit waren es 754. Im gesamten Jahr 2018 waren es nur zwei gewesen, 2019 lediglich eine.

Die Behörden haben mittlerweile Genehmigungen für die Jagd auf Bären in mehreren Provinzen des dünn besiedelten Landes erteilt und rüsten Förster mit Betäubungsgewehren aus.

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