Schwerer Luftangriff

Russen bombardieren Busse: 33 Tote in der Ukraine

Außenpolitik
08.10.2026 12:56
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das brutale Blutvergießen in der Ukraine findet kein Ende: Bei schweren russischen Luftangriffen sind am Donnerstag in Kramatorsk zwei Busse getroffen worden. Mindestens 33 Menschen starben, 18 weitere überlebten verletzt. Bereits am Mittwoch – dem Geburtstag Wladimir Putins – waren bei massiven Attacken aus Russland mehr als 30 Zivilisten ums Leben gekommen.

Kramatorsk ist neben Slowjansk die letzte von der Ukraine kontrollierte Großstadt in der Region Donezk im Osten des Landes. Die Stadt, in der vor Beginn des russischen Angriffskriegs 150.000 Menschen lebten, ist für die Logistik der ukrainischen Streitkräfte an der Front von großer Bedeutung.

Die Zahl der Opfer könne sich noch erhöhen, hieß es am Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft veröffentlichte Fotos, auf denen leblose Körper und Trümmer vor dem brennenden Wrack des Busses zu sehen sind.

„Die Russen greifen gezielt Zivilisten an. Für sie ist ein Bus mit Fahrgästen ein attraktives Ziel, gerade weil man mit einem einzigen Schlag so viele Menschen wie möglich töten kann“, sagte Militärgouverneur Wadym Filaschkin. „Russland missachtet bewusst alle denkbaren Regeln der Kriegsführung und die Normen des humanitären Völkerrechts. Es wählt Ziele dort aus, wo es der Zivilbevölkerung den größten Schaden zufügen kann.“

Dutzende Tote bei schweren Attacken am Mittwoch
Die Zahl der Todesopfer nach dem schweren russischen Luftangriff vom Mittwoch hat sich nach ukrainischen Angaben von 28 auf 32 erhöht. Besonders hart getroffen worden war die Stadt Pryluky in der nördlichen Region Tschernihiw, wo eine russische Rakete ein fünfstöckiges Wohnhaus zerstörte. Wie die Einsatzkräfte mitteilten, stieg die Zahl der Toten in Pryluky bis Donnerstag von 20 auf 22.

Raketeneinschläge auch in Kiew
Auch in Kiew wurden nach einem Treffer auf ein mehrstöckiges Wohnhaus zwei weitere Todesopfer geborgen, teilten die Einsatzkräfte weiter mit. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Russland insgesamt 70 Raketen, darunter viele ballistische Flugkörper, sowie zahlreiche Drohnen abgefeuert. Ein Hauptziel sei die ukrainische Energieinfrastruktur gewesen. Selenskyj nannte den Angriff ein „Geburtstagsgeschenk für Putin“. Kremlchef Wladimir Putin wurde am Mittwoch 74 Jahre alt.

Ukraine trifft russisches Datenzentrum
Der größte russische Internetkonzern Yandex teilte am Donnerstag laut russischen Medien lediglich mit, dass es einen „Vorfall“ gegeben habe. Der Angriff löste ein Feuer in dem Gebäude des Technologiekonzerns in der Region Rjasan aus. Yandex bietet mit YandexGPT eines der führenden russischen Modelle für Künstliche Intelligenz an. Der Betrieb des Rechenzentrums sei vollständig eingestellt worden, hieß es. Das Unternehmen arbeite an der Beseitigung der Folgen und der Wiederherstellung der betroffenen Dienste. Die Kerndienste für Verbraucher seien jedoch nicht betroffen.

Auf der Webseite seines Cloud-Dienstes teilte Yandex zudem mit, es gebe Probleme mit der Stromversorgung in einem Bereich des Rechenzentrums. Dem Angriff auf das Yandex-Rechenzentrum ging eine Welle russischer Angriffe auf ukrainische Rechenzentren in den vergangenen Wochen voraus. In der russischen Stadt Salawat in der Region Baschkortostan brach zudem nach dem Absturz von Drohnenteilen ein Feuer auf einem Industriegelände aus, wie örtliche Behörden mitteilten. Es habe keine Verletzten gegeben. Der Betrieb des Unternehmens laufe weiter.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung