2028-Spitzenkandidatin

„Eiserne Hanni“ stellt sich Wahlkampf mit der FPÖ

Niederösterreich
08.10.2026 12:13

Sie hat noch lange nicht genug! Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) will es 2028 noch einmal wissen. Die „eiserne Hanni“ (62) wurde einstimmig zur Spitzenkandidatin gekürt – und stellt sich damit dem großen Machtkampf mit der FPÖ.

Die schwarzen Weichen für die Landtagswahl 2028 sind gestellt! Bei der Sitzung des ÖVP-Landesparteivorstands am Donnerstag fiel eine wichtige Personalentscheidung: Johanna Mikl-Leitner (62) wird die Volkspartei erneut als Spitzenkandidatin in die Wahl führen.

Die Entscheidung fiel einstimmig. Damit setzt die niederösterreichische ÖVP auch bei der kommenden Landtagswahl auf ihre langjährige Landeschefin. Für Mikl-Leitner dürfte es allerdings ein besonders herausfordernder Wahlkampf werden.

Denn die FPÖ ist längst zum ernsthaften Konkurrenten um die politische Vormachtstellung in Niederösterreich geworden. Schon bei der Landtagswahl 2023 mussten die Schwarzen deutliche Verluste hinnehmen. Die ÖVP fiel auf 39,9 Prozent und verlor ihre absolute Mehrheit, während die Freiheitlichen mit 24,2 Prozent kräftig zulegten.

Mit bewährtem Team in die Wahl, es wird wohl Kopf-an-Kopf-Rennen
Seitdem regieren beide Parteien gemeinsam und die Umfrage weisen den Blauen eine bessere Statistik aus. Laut geheimen Papieren der Opposition– die „Krone“ berichtete – liefert man sich prozentual bereits ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Spätestens im nächsten Jahr dürfte aus der schwarz-blauen Zusammenarbeit wieder ein harter Wettbewerb um Platz eins werden.

Denn mit FPÖ-Landeschef Udo Landbauer ist ausgerechnet Mikl-Leitners derzeitiger Regierungspartner ihr größter Herausforderer geworden.

Die „eiserne Hanni“ zeigt aber keine Anzeichen, ihren Platz an der Spitze freiwillig räumen zu wollen. Für den bevorstehenden Wahlkampf vertraut Mikl-Leitner auf vertraute Gesichter.

Bekannte Polit-Gesichter umrahmen Mikl-Leiner – im angriffslustigen Outfit.
Bekannte Polit-Gesichter umrahmen Mikl-Leiner – im angriffslustigen Outfit.(Bild: VPNÖ)

Dem siebenköpfigen Spitzenteam gehören neben ihr auch ihr Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Landesrat Anton Kasser, Landtagspräsident Karl Wilfing, Klubobmann Kurt Hackl und Landesgeschäftsführer Matthias Zauner an. Erste Unkenrufe meinen aber schon, dass bei dieser Runde das „Prinzip Zukunft“ entsprechend leide.

Die Bünde müssen noch mehr „laufen, laufen, laufen“ ...
Auch beim Wahlsystem bleibt die Volkspartei ihrer bisherigen Linie treu. Kandidaten sollen sich auf Regionalwahlkreisebene weiterhin über Vorzugsstimmen nach vorn reihen können.

Einzige Besonderheit: Amtierende Landtagsabgeordnete erhalten dabei neuerdings einen Bonus von fünf Prozent, berechnet anhand der im jeweiligen Wahlkreis abgegebenen ÖVP-Stimmen. Damit haben bestehende Mandatare einen Vorteil gegenüber neuen Bewerbern.

Bis zur Wahl will die Landeshauptfrau vor allem mit ihrer Regierungsarbeit überzeugen. Im Mittelpunkt stehen Wirtschaft, Gesundheit und Kinderbetreuung.

Causa Ardo und Gesundheitsplan als erste Gradmesser 
Mit der bereits eingerichteten Taskforce Wirtschaft sollen Genehmigungsverfahren beschleunigt und bürokratische Hürden abgebaut werden. Auch in der Causa Ardo, die drohende Schließung des Tiefkühlgemüsewerks schlägt bekanntlich hohe Wellen, wird ihr Einsatz gefragt sein.

Der Gesundheitsplan 2040+ bleibt ein zentrales Projekt. Mikl-Leitner bezeichnet ihn als größtes Reformpaket der aktuellen Landesregierung. Bei der Kinderbetreuung verweist die ÖVP auf die laufende Ausbauoffensive. Bis Herbst 2027 soll ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht werden.

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