Moschee in Dornbirn

„Keine Zustimmung seitens der Volkspartei“

Vorarlberg
07.10.2026 15:00
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die Dornbirner ÖVP stellt sich beim Standort für eine geplante Moschee quer und kritisiert zudem die mangelnde Transparenz.

Die Diskussionen um die in Dornbirn geplante Moschee reißen nicht ab. In einer aktuellen Aussendung der Stadt-ÖVP stellen Vizebürgermeister Alexander Juen und Parteiobmann Thomas Winsauer klar: „Wir sagen: nein zu diesem Standort“.

Moschee würde Feuerwehrturm überragen
Das in der Quellengasse, einem ruhigen Wohngebiet, anvisierte Gebäude soll Platz für gut 400 Personen bieten und die benachbarte Infrastruktur deutlich überragen. Zum Vergleich: Der direkt gegenüberliegende Turm der Feuerwehr misst 18 Meter, der Turm der Moschee soll jedoch mehr als 30 Meter in die Höhe ragen. Zudem seien mehrere hundert Besucherinnen und Besucher, zusätzliche Verkehrsbewegungen und Veranstaltungen für die Volkspartei mit diesem Quartier nur schwer vereinbar.

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Integration bedeutet miteinander und nicht nebeneinander zu leben. Dazu gehört Transparenz genauso wie ein Standort, der für die Nachbarschaft verträglich ist.

Thomas Winsauer, Parteiobmann ÖVP Dornbirn

Kritik an fehlender Transparenz
Weiters kritisieren Juen und Winsauer die mangelnde Transparenz: Es sei völlig unklar, wie das Personal des Religions- und Kulturzentrums finanziert werde und inwieweit ausländische Organisationen in die Pläne involviert sind. „Integration bedeutet miteinander und nicht nebeneinander zu leben. Dazu gehören Offenheit und Transparenz genauso wie ein Standort, der für die Stadt und die Nachbarschaft verträglich ist“, so Winsauer.

Kritik üben die beiden Politiker auch an Bürgermeister Markus Fäßler (SPÖ): Dass ein derartiges Vorhaben lange Zeit hinter verschlossenen Türen verhandelt wurde, ohne die stärkste Fraktion in der Dornbirner Stadtvertretung frühzeitig einzubinden, sei schlichtweg inakzeptabel.

„Unsere Haltung ist eindeutig: Für dieses Projekt in der Quellengasse wird es keine Zustimmung der Dornbirner Volkspartei geben.“

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