Im Ski-Weltcup hat Sara Hector schon viele Sachen erlebt und dennoch blickt sie auf Wochen zurück, die selbst für die routinierte Schwedin schwer zu meistern waren. Einer ihrer engsten Vertrauten hat sich nämlich aus ihrem Team verabschiedet.
Viele Jahre lang stand der österreichische Servicemann Reinhard Berbig nämlich an der Seite der Technikspezialistin. Seit wenigen Wochen gehört dies aber der Vergangenheit an. Der Vorarlberger hat sich aus dem Team verabschiedet und damit für große Emotionen gesorgt.
„Beim Weltcup-Finale hat er zwar nichts gesagt, aber ich habe es ihm sofort angesehen. Wir kennen uns so gut, dass ich seine Gefühle lesen kann. Es war unglaublich emotional, obwohl kein einziges Wort fiel“, schildert Hector gegenüber der Zeitung „Expressen“ den Moment, in dem sie den anstehenden Abschied realisiert hatte.
Kurze Zeit später wurde es dann auch offiziell. Die Begründung hat Hector dabei durchaus nachvollziehen können. „Die vielen Reisetage waren für ihn zu viel. Er hat eine Familie zu Hause und hatte das Gefühl, dass es auf Dauer nicht funktionieren würde.“
„Ich habe viel geweint“
Dennoch war es für die 34-Jährige schwer zu verdauen, ihren langjährigen Vertrauten künftig nicht im Weltcup nicht mehr an ihrer Seite zu wissen. „Ich habe viel geweint. Wir hatten immer ein so gutes Verhältnis und standen uns extrem nah. Er hat mir unheimlich viel beigebracht, deshalb tat dieser Abschied sehr weh. Den halben Sommer über war ich deshalb niedergeschlagen.“
Mittlerweile hat Hector mit Matteo Fattor einen neuen Servicemann im Team. „Ich habe ein richtig gutes Gefühl. Er ist extrem kompetent und wir haben jede Menge Spaß zusammen. Veränderungen müssen nicht immer von Nachteil sein“, zeigt sich die Schwedin nun wieder optimistisch.
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