Bizarr: Die Organisation PETA will jetzt einen beliebten Oktopus aus dem Haus des Meeres in seine Heimat abschieben. Das steckt dahinter...
Sie gelten als die intelligentesten wirbellosen Tiere und werden oft „Genies der Meere“ genannt – Kraken oder auch als gewöhnliche Oktopusse bekannt. Im berühmten Haus des Meeres gibt es ein Exemplar zu bewundern. Dort teilt sich „Klecksi“ auf Ebene 2 sein Aquarium mit Katzenhaien, Giftfischen und nachgezüchteten Seepferdchen.
Denn geht es jetzt nach der Tierschutzorganisation PETA soll das faszinierende Meerestier zum World Oktopus Day am 8. Oktober freigelassen werden. In einem Brief fordern die Tierschützer die Verantwortlichen auf, den aktuell in der Einrichtung „eingesperrten Kraken in seine Heimat zurückzubringen“, wo er gefangen wurde.
„Höhle dekorieren oder auf Jagd gehen“
„In seiner Heimat im Ozean könnte der Krake jetzt seine Höhle dekorieren, gemeinsam mit einer Muräne auf die Jagd gehen oder nach einem Partner suchen. Stattdessen verbringt er sein ohnehin sehr kurzes Leben in einem Aquarium“, so Meeresbiologin Tanja Breining, Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. Die Tiere werden nur zwei bis drei Jahre alt. Doch das Haus des Meeres denkt nicht daran.
Man hält an der Haltung fest und verweist auf den Bildungsauftrag der Einrichtung. Direktor Jeff Schreiner argumentiert, dass die dort gehaltenen Kraken bereits als Jungtiere auf Fischmärkten im europäischen Mittelmeerraum gekauft würden. Ohne den Kauf wären die Tiere demnach für den menschlichen Verzehr getötet worden. Ähnliche Forderungen gingen unter anderem an Aquazoos in Salzburg, Düsseldorf oder Stuttgart.
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