Da ist nun den NEOS – Wortführer Klubobmann Shetty und EU-Abgeordneter Brandstätter – ein großer Schlag gelungen: Nach der Analyse von Zehntausenden Redebeiträgen aus dem Parlament und den diversen Landtagen konnten sie nachweisen, dass Kreml-Chef Putin in Österreich ein weitverzweigtes Agentennetz unter dem Decknamen „Herbert“ unterhält. Perfiderweise tarne sich dieses als politische Partei und nenne sich FPÖ.
EINERSEITS sind die dabei ans Licht gekommenen Fakten nicht von der Hand zu weisen. Weshalb Brandstätter die Freiheitlichen auch als „Agenten Putins“ bezeichnet. Tatsächlich hat FPÖ-Chef Herbert Kickl mehrfach erklärt, man müsse mit Russland zukünftig wieder Geschäfte machen. Und in der Tat haben FPÖ-Mandatare mehrfach geäußert, dass die Russland-Sanktionen uns mehr schaden würden als den Russen. Und wirklich haben sich Freiheitliche erkühnt zu erklären, dass das Ende der russischen Gasimporte bei uns eine Energiekrise auslösen könnte. Und dergleichen Ungeheuerlichkeiten mehr.
ANDERERSEITS darf man sich – Ironie beiseite – angesichts dieser Vorwürfe schon fragen, ob hierzulande im neutralen Österreich nur mehr kultische Selenskyj-Verehrung mit pflichtgemäßem Russland-Bashing erlaubt sein soll. Und ob es in der gerade von den NEOS so häufig beschworenen offenen Gesellschaft noch Meinungsfreiheit geben kann. Aber für die parteipolitische Auseinandersetzung ist offenbar nichts blöd genug.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.