Kufsteins Ex-Bezirksstellenleiter Peter Wachter klagte gegen seinen plötzlichen Rauswurf, der im Vorjahr für heftige Erschütterungen in der Tiroler Wirtschaftskammer gesorgt hatte. Jetzt steht fest, wie die erste Runde vor dem Arbeits- und Sozialgericht ausging.
Der plötzliche Hinauswurf von Peter Wachter, langjähriger Wirtschaftskammer-Bezirksstellenleiter von Kufstein, erschütterte 2025 nicht nur die Tiroler WK-Funktionärsschicht.
Zwei Prozessrunden am Landesgericht
Sogar von einer willkürlichen „Säuberung“ war die Rede, als Wachter per 15. Oktober gehen musste. Er klagte – wie berichtet – gegen die Kündigung am Landesgericht (Arbeits- und Sozialgericht), zwei Prozessrunden gingen dort über die Bühne. Wie meistens in solchen Fällen, vermischte sich Fachliches mit menschlich Emotionalem.
Wirtschaftsbund-Wahlkampf im Hintergrund
Während sich WK-Direktorin Evelyn Geiger über „dürftige Leistungen“ des Betroffenen mokierte, ortete Wachter selbst andere Motive: Etwa, dass er im Wirtschaftsbund-Wahlkampf dem „falschen“ Lager, jenem von Mario Gerber, zugerechnet wurde.
Die Unternehmen im Bezirk schienen mit der WK in der Wachter-Ära jedoch „sehr zufrieden“ gewesen zu sein, wie 89 Prozent laut Umfrage angaben.
Einen Zusammenhang mit politischen Ansichten oder Aktivitäten des Klägers konnte das Gericht nicht feststellen.
Aus der Entscheidung
Seit Kurzem liegt die Entscheidung des Gerichts nun vor: Demnach sei die Kündigung rechtens gewesen, die Aufhebung (erstes Begehren des Klägers) und Fortbestand des Dienstverhältnisses (Eventualbegehren) wurde vorerst abgewiesen.
Jobverlust ist keine zu große Beeinträchtigung
Die Motive der WK wurden anerkannt – Vertrauensverlust, Differenzen in der Zusammenarbeit und mangelnde Kommunikation. Eine erhebliche „soziale Beeinträchtigung“ des Klägers sei trotz möglicher künftiger Einkommenseinbußen nicht gegeben, denn die gesamte wirtschaftliche Situation der Familie sei stabil. Zur „Krone“ sagte Wachter: „Ich werde dagegen berufen, ich kämpfe weiter.“
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