Nach den Erfolgen bei den Landtagswahlen geht der Höhenflug für die deutsche AfD auch in bundesweiten Umfragen weiter. Die Union unter Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz befindet sich dagegen im freien Fall.
In einer neuen Insa-Erhebung für die „Bild“-Zeitung verliert die Union (CDU/CSU) einen weiteren Prozentpunkt und kommt mit nur noch 18 Prozent auf ihren schlechtesten von diesem Institut jemals gemessenen Wert.
AfD schon 12 Prozentpunkte vor der Union!
Die von Alice Weidel und Tino Chrupalla geführte Rechtsaußenpartei AfD klettern im „Sonntagstrend“ um einen weiteren Prozentpunkt nach oben und erreicht bei Insa zum ersten Mal 30 Prozent. Damit beträgt der Vorsprung jetzt zwölf Prozentpunkte. Auch in anderen Umfragen wie dem Politbarometer konnte die AfD zuletzt den Abstand weiter ausbauen.
Grafik: Neueste bundesweite Umfrage für Deutschland
In der aktuellen Erhebung unter 1202 Befragten liegen SPD (unverändert) und Grüne (minus eins) gleichauf bei 14 Prozent. Die Linkspartei verharrt bei 10 Prozent. BSW und FDP liegen mit je 4 Prozent unter der Fünf-Prozent-Marke.
Schwarz-Rot nur noch bei 32%!
Während in Berlin noch immer an der Brandmauer gegen die AfD festgehalten wird, werden realistische Mehrheiten ohne die Rechtsaußenpartei immer schwieriger. Union und SPD kommen zusammen nur noch auf 32 Prozent – und damit nicht einmal mehr ein Drittel der Wähler. Auch ein Bündnis aus Grünen, SPD und Linkspartei würde mit zusammen 38 Prozent keine parlamentarische Mehrheit erreichen.
Union und SPD werden diesen Negativtrend nicht mehr substanziell drehen können.
Hermann Binkert, Insa-Chef
Realistische Mehrheit nur mit ungewöhnlicher Kombination möglich
Rechnerisch wären bei Insa Mehrheiten bei den Mandaten bereits mit weit weniger als 50 Prozent der Stimmen gegeben. Unter den gegebenen politischen Rahmenbedingungen wären Zweierbündnisse ausgeschlossen, reichen würde es nur mehr für eine Dreierkoalition aus Union, SPD und Grünen.

79% mit Kanzler und Regierung unzufrieden
Die gemessene Unzufriedenheit ist zugleich hoch: Jeweils 79 Prozent äußerten sich über die Arbeit des Kanzlers und über die der Bundesregierung insgesamt unzufrieden.
Grafik: So zufrieden sind die Deutschen mit ihrer Regierung
Achtung: Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Hinzu kommt die Spannbreite möglicher Abweichungen: Insa gibt die maximale Fehlertoleranz mit plus/minus 2,9 Prozentpunkten an.
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