Bewegender Abschied

„Jambo wird für immer ein Teil von uns bleiben“

Oberösterreich
03.10.2026 18:00

Große Trauer herrscht im Linzer Fußball-Unterhaus nach dem plötzlichen Tod des erst 33-jährigen Jean Jocelyn Matemb. Seine Freunde, Teamkollegen und ehemalige Gegner nahmen vor dem Heimspiel bei einer berührenden Trauerfeier Abschied von ihrem Jambo.

„Alles für Jambo“ – unter diesem Motto stand am gestrigen Samstag das Meisterschaftsspiel der SPG Stahl Linz-Ebelsberg gegen Union Leonding. Wie berichtet, musste die Heimmannschaft zu Beginn der Woche einen schweren Schicksalsschlag wegstecken. Jean Jocelyn Matemb – im Linzer Fußball Unterhaus als Jambo bekannt – wurde von der Polizei tot in seinem Bett gefunden.

Am Weg aufs Spielfeld hängt in Ebelsberg ab sofort ein großes Bild von Jambo. Freunde und ...
Am Weg aufs Spielfeld hängt in Ebelsberg ab sofort ein großes Bild von Jambo. Freunde und Kollegen standen beim Einlauf der Mannschaften Spalier.(Bild: Horst Einöder/Flashpictures)

16 Jahre für einen Verein gespielt
Der 33-Jährige erlitt in der Nacht auf Dienstag einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Als er nicht an seiner Arbeitsstelle auftauchte, machten sich seine Kollegen Sorgen und alarmierten die Polizei. „Mit Jambo ist einer von uns viel zu früh von uns gegangen. Ein Mensch, der über viele Jahre Teil unseres Vereins war, der diesen Verein mitgeprägt hat und immer einer von uns bleiben wird“, trauert man um den Fußballer. 16 Jahre lang war er für Ebelsberg im Einsatz, stand so oft wie kein anderer für die Kampfmannschaft am Rasen und zeichnete sich auch abseits davon mit viel Einsatz, Leidenschaft und Hilfsbereitschaft aus.

Spendenkonto

Spendenkonto ASKÖ Ebelsberg

IBAN: AT69 3422 6803 0000 5991

Verwendungszweck: Jambo

Achtjährigen Sohn und Ehefrau unterstützt
Erst am vergangenen Sonntag – also etwas mehr als 24 Stunden vor seinem Tod – streifte er sich den Dress über. Gestern mussten seine „Brüder“ das erste Mal ohne den gebürtigen Kameruner ein Spiel bestreiten. Eine halbe Stunde vor Anpfiff versammelten sich alle auf dem Rasen, um bei einer emotionalen gemeinsamen Verabschiedung ihren Jambo zu ehren. Auch hunderte Freunde, Wegbegleiter und Gegner trauerten vor Ort. Sämtliche Einnahmen wurden an die Familie von Jambo gespendet.

Denn der letzte Wunsch des 33-Jährigen war es, zu seinen Liebsten – allen voran seinem achtjährigen Sohn und seiner Ehefrau – nach Kamerun überstellt zu werden: „Heute betrifft es Jambo. Aber niemand von uns weiß, was morgen ist und wann jemand anderes aus unserer Gemeinschaft unsere Unterstützung braucht.“

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