Preisexplosion am BER
Berliner Regierungs-Airport könnte 2,5 Mrd. kosten
Der Berliner Flughafen sorgt mit einer neuen Kostenexplosion für Aufsehen. Der Anbau für einen Regierungsflughafen sollte ursprünglich rund 340 Millionen Euro teuer werden. Jetzt heißt es, die Kosten könnten noch einmal drastisch steigen – Berichten zufolge auf bis zu achtmal so viel wie ursprünglich geplant.
Laut dem vom deutschen Bund der Steuerzahler veröffentlichten „Schwarzbuch 2026/2027“ könnte der Regierungsflughafen am BER bis zu 2,5 Milliarden Euro kosten. Der Lobbyverband beschreibt die Pläne als „völlig abgehoben“. Weiter hieß es, das Prestige-Projekt brauche ein Stoppschild und müsse sich am funktionalen Bedarf orientieren, wie die „Bild“ berichtete.
Ausbau wird noch etwa 12 Jahre dauern
Fertig werden soll der Flughafen spätestens 2038. Davor sollen noch einige Pläne umgesetzt werden: Das Gelände soll auf knapp 60 Hektar nahezu verdoppelt werden. Außerdem sind Stabsgebäude, Hangars, Wach- und Betriebsgebäude geplant.
Mehr Personal, andere Flugzeuge
Auch beim Personal soll aufgestockt werden: Inzwischen zählt die Flugbereitschaft 1170 militärische und zivile Dienstposten, die in Zukunft auf dem Gelände untergebracht werden sollen. Zudem will das Verteidigungsministerium zahlreiche Kurz- und Mittelstreckenflieger austauschen.
Bund der Steuerzahler hinterfragt Verwendung von Steuergeld
Der Bund der Steuerzahler ist ein privater Verein, der sich politisch unter anderem für eine effiziente Verwendung von Steuergeld und solide Staatsfinanzen einsetzt. Er hinterfragt die Neuverschuldung und Ausgaben des Bundes. Dafür lobbyiert er im Bundestag und mit öffentlichkeitswirksam inszenierten Aktionen.

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