Er ist und bleibt der Popstar unter den Heiligen. Mehr denn je: Rund um den 800. Todestag von Franz von Assisi, der sich am 3. Oktober jährt, ist ein regelrechter Hype um ihn entstanden.
Seine eindringlichen Botschaften sind über die Jahrhunderte erstaunlich modern geblieben. Umweltschützer, Tierliebhaber, Pazifisten, Feministen, Dichter, Denker und Musiker – sie alle finden in Franziskus einen Vorreiter für ihre Ideale. Schon Dante Alighieri beschrieb ihn in seiner „Göttlichen Komödie“ als eine Sonne, die Licht in die Welt brachte.
Der Sohn eines reichen Tuchhändlers wählte ein Leben fern von Reichtum und gesellschaftlichem Aufstieg, er teilte es mit den Armen, Ausgestoßenen und Vergessenen. Er verehrte die Natur, die er nicht als Besitz des Menschen sah. Den Tieren begegnete er auf Augenhöhe: „Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir, alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir. Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir.“
Vor allem war Franziskus ein entschiedener Verfechter des Friedens und verabscheute jede Form von Gewalt. Im fünften Kreuzzug besuchte er Sultan al-Malik al-Kamil in Ägypten – und bewies in dieser kriegerischen Zeit, dass der Dialog zwischen den Religionen möglich ist.
Man muss gar nicht mit der Kirche verbunden sein, um sich dem Hype um Franz von Assisi anzuschließen. Seine Botschaften sind angesichts von Klimakrise, Kriegen, Konsum und gesellschaftlicher Spaltung wieder hochaktuell.
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