Alarmierende Zahlen im Netz: Laut einer aktuellen Studie haben Webanwendungen im Schnitt 20 Sicherheitslücken – dabei wären viele davon wohl leicht vermeidbar.
Ein Klick, ein falscher Handgriff – und schon kann eine Sicherheitslücke zum Einfallstor für Cyberkriminelle werden. Wie groß das Problem ist, zeigt ein neuer Report von Barracuda Networks, einem weltweit führenden Cybersicherheitsunternehmen mit Sitz in Innsbruck. Im Schnitt wurden bei einer Webanwendung 20 Schwachstellen entdeckt.
Kriminelle finden immer wieder dieselben Lücken
Für die Untersuchung wurden mehrere Hundert Sicherheits-Scans ausgewertet. Das Ergebnis: Rund 90 Prozent der gefundenen Schwachstellen fallen in sieben große Kategorien.
Durchschnittlich 20 Schwachstellen pro Anwendung bedeuten, dass Angreifer zahlreiche Möglichkeiten haben, Schwächen auszuloten.

Klaus Gheri von Barracuda Network
Bild: Barracuda Networks
Am häufigsten ist die Informationspreisgabe: Webseiten verraten zu viel über Technik, versteckte Bereiche oder Dienste – wertvolle Hinweise für Angreifer. Fast ebenso oft ahmen Kriminelle bekannte Marken oder Websites nach und locken Nutzer auf gefälschte Seiten. Dort sind dann Passwörter in Gefahr. Weitere Schwachstellen betreffen Angriffe über den Browser, bei denen etwa schädliche Codes in Seiten eingeschleust werden, sowie die Offenlegung sensibler Daten. Daneben gibt es Probleme mit fehlender Verschlüsselung, veralteter Software und falschen Einstellungen sowie etwa beim Schutz von Cookies.
Sicherheitschecks dürfen kein Einmal-Projekt sein
„Durchschnittlich 20 Schwachstellen pro Anwendung bedeuten, dass Angreifer zahlreiche Möglichkeiten haben“, sagt Klaus Gheri, Europachef von Barracuda. Einzelne Lücken seien nicht immer kritisch. „Angreifer verketten aber häufig mehrere Schwachstellen“, warnt er.
Sicherheitschecks dürfen laut Gheri kein einmaliges Projekt sein. Webanwendungen sollten regelmäßig geprüft und Software schnell aktualisiert werden. Und sensible Daten sollten möglichst sparsam preisgegeben werden.
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