Die Anbote zur Sanierung des Hangs bei der Volksschule am Tabor liegen bereits vor, doch der Auftrag für die Bauarbeiten konnte noch nicht erfolgen.
Plötzlich gab eine Stützmauer nach und brach ein, Erd- und Gesteinsmassen lösten sich, das Geröll rutschte ab. Ein Auto wurde verschüttet. Zum Glück gab es keine Verletzten! Der besorgniserregende Vorfall ist an einem Freitagabend Ende Jänner dieses Jahres beim Öden Haus, unterhalb der Volksschule am Tabor, in Neusiedl am See passiert. Die Gefahrenzone musste weiträumig abgesperrt werden.
Enormer Aufwand für Erstellung der Gutachten
Seither waren Fachleute und Statiker am Werk, um die Lage zu prüfen. „Die Erstellung aller notwendigen Gutachten ist mit einem enormen Aufwand verbunden. Um den Schaden ordnungsgemäß wiedergutmachen zu können, muss die Angelegenheit ebenfalls rechtlich geprüft und abgesichert sein“, erklärt Bürgermeisterin Elisabeth Böhm (SPÖ). Die Zeit drängt. Um den Hang felsenfest abstützen zu können, damit jegliche Gefahr eines weiteren unerwarteten Zwischenfalls gebannt ist, setzt die Reparatur bei Stahlpfählen an, die noch vor dem Wintereinbruch anzubringen sind.
Anbote liegen bereits vor, jetzt fehlt nur noch der Zuschlag für das beste Offert. „Dieses wichtige Thema wollten wir bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Freitag auf die Tagesordnung nehmen, doch das hat die ÖVP blockiert“, sagt Böhm. Am 7. Oktober soll daraufhin eine eigene Sitzung mit nur einem Punkt, der Vergabe der Bauarbeiten zur Sanierung des Hanges, abgehalten werden.
Hoffen auf Einigung
„Monatelang wurde nur hingehalten und vertröstet. Jetzt sollte in einer Hauruckaktion das Thema abgehandelt werden“, entgegnet Vizebürgermeisterin Sabine Nyikos (ÖVP). Die Ablehnung des Punktes sei daher ganz bewusst von allen Oppositionsparteien mitgetragen worden. Von mehr als 600.000 € Baukosten ist die Rede. Klar ist die Linie der SPÖ-Bürgermeisterin: „Alle Fragen sind von den zuständigen Fachleuten ausführlich beantwortet worden. Ich hoffe nun, dass es schnell zu einer Einigung kommt!“
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