Geht auch um Marko

„Unterirdisch!“ Schumacher rechnet mit Horner ab

Formel 1
30.09.2026 10:14
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Ralf Schumacher hat knallhart mit Ex-Red-Bull-Teamchef Christian Horner abgerechnet. Im Mittelpunkt steht dabei die Autobiografie des Briten, die im Oktober erscheint. Einige Aussagen darin sorgen für dicke Luft bei Ex-Formel-1-Pilot Schumacher. Darunter auch ein Punkt über Legende Helmut Marko. 

Am 22. Oktober erscheint Horners Autobiografie „Drive“, die schon jetzt für reichlich Aufregung sorgt. Auch bei Ralf Schumacher, der sich im Sky-Podcast „Backstage Boxengasse“ in Rage redet.

„Wenn man von Stil spricht, dann fällt einem der Name Christian Horner nicht als Erstes ein. Wir kennen ja alle sein Benehmen im Fahrerlager“, so der Deutsche, der auch an eine Szene erinnert, in der Horner ihn im Fahrerlager angeschrien hatte und ihm gedroht habe, Sachen aus seinem Privatleben publik zu machen. 

„Das ist halt Christian Horner, wie er leibt und lebt, so ein kleiner Straßenkämpfer. Das kann man einfach so sagen. Ich finde es ein bisschen schade, er hat unglaublich viel erreicht. Er war und ist einer der erfolgreichsten Formel-1-Teamchefs. Dass er jetzt, um ein paar Bücher und ein paar Tickets für seine Tour zu verkaufen, seine ehemaligen Partner und Arbeitskollegen mit Füßen tritt, ist unterirdisch. Das spiegelt seinen Charakter wider“, rechnet Schumacher ab.

Behauptungen über Marko sorgen für Ärger
Für Ärger sorgt auch Horner Behauptung, dass der legendäre Motorsport-Berater Helmut Marko Max Verstappen ursprünglich nicht bei Red Bull haben wollte. „Das ist ein absolutes No-Go, die Geschichte ist absolut gelogen. Angeblich habe Marko gesagt, dass Max’ Vater Jos ein Albtraum sei. Aber die Story, wie ich sie kenne, geht so: Helmut Marko hat Max im zarten Alter von elf Jahren schon mal angesprochen. Da hat Jos tatsächlich gesagt, dass ihm das zu früh sei. Und daraufhin war der Doktor ein bisschen eingeschnappt und hat gesagt: ‘Wenn der mich nicht will, dann eben nicht.‘ Jahre später ist man in der Formel 3 wieder aufeinandergetroffen und daraus ist diese Einheit geworden. Das hatte wenig mit Christian Horner zu tun. Ich weiß nicht, was da in Horners Kopf vorgeht. Man kartet nicht so nach. Ich weiß nicht, warum er das Gefühl hat, das jetzt so machen zu müssen“, stellt Schumacher klar. 

Helmut Marko und Christian Horner
Helmut Marko und Christian Horner(Bild: AFP/PAUL CROCK)

Viele Chancen auf ein Horner-Comeback in der Formel 1 sieht der Experte nicht nur deshalb kaum mehr. „Ich glaube, es gibt keinen Weg mehr zurück für ihn. Er hat es in den USA bei Cadillac versucht, da ist er gescheitert. Ich weiß nicht, wer ihn jetzt noch nehmen soll.“

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