Es war eine gleichermaßen wegweisende wie förderliche Initiative, als die neuebuehnevillach (nbv) 2021 den ersten Dramatikerinnenpreis nicht nur ins Leben gerufen und vergeben hatte, sondern prämierte Stücke auch auf die Bühne hob. Kommenden Sonntag nun geht der Vorhang für neue Theaterautorinnen auf.
Nur zur Erinnerung: 2021 wurden aus über 90 Einsendungen drei Texte ausgezeichnet, die in Folge auch in der nbv zur Uraufführung kamen. Überaus preisträchtig „Im Morast“ steckte damals Olga Zaks, die als erste mit dem nbv-Dramatikerinnenpreis ausgezeichnet wurde – 2022 wurde der Text in Regie von Doris Dexl aus der Taufe gehoben. Weitere Auszeichnungen gingen an „Konradine und Effi“ von Hannah Valentina Röhrichs, die 2024 als Klassenzimmerstück durch Kärntens Schulen tourten, Kärntnerin Tara Meister wurde für „fast Land“ geehrt.
„Meister-liche“ Erfolgsserie
Wie sehr Letztere von der Sichtbarmachung durch die förderliche Initiative profitiert hat, zeigt die „Meister-liche“ Serie an darauffolgenden Auszeichnungen wie Lyrikstipendium des Landes Kärnten oder Dramatikerstipendium des Bundesministeriums. Endgültig in hohe literarische Höhen ist Meister dann 2025 beim Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt aufgestiegen, wo sie sich das Stipendium als Festivalschreiberin des Carinthischen Sommers erlas.
Hochkarätige Jury, drei Prämierungen
Für die zweite Auflage des nbv-Dramatikerinnenpreises standen Regisseurin Paola Aguilera, Schauspielerin und Regisseurin Doris Dexl, Sessler-Verlag-Dramaturgin Sabine Pribil und nbv-Dramaturg Martin Duelle als hochkarätige Jury vor der Aufgabe, aus mehr als 80 Texten erneut drei zur Prämierung auszuwählen, auf dass der Siegertext 2027 in Regie von Paola Aguilera uraufgeführt werde.
„Ich freue mich sehr, dass es wieder so viele Einreichungen gab. Ziel des Dramatikerinnenpreises war es ja, das Ungleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Schreibenden, zumindest in unseren Breiten, ein wenig auszugleichen“, erklärt nbv-Intendant Michael Weger, „sein“ Dramaturg Martin Dueller ergänzt, dass Autorinnen, nicht überraschend, oft andere Themen und Schwerpunkte setzten. Welche das sind, erfährt man am 4. Oktober (11 Uhr) zur Präsentation des 2. nbv-Dramatikerinnenpreises und seiner ausgezeichneten Autorinnen. Eintritt frei!
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