Selenskyj sicher:

„Nordkorea schickt Russland 10.0000 Soldaten“

Ausland
29.09.2026 06:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nordkorea bereitet laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Entsendung von 10.000 Soldaten nach Russland vor. Auf russischem Territorium befänden sich bereits mehr als 8000 Militärs aus Nordkorea. Russland hätte zudem mit einer zusätzlichen Mobilmachung begonnen.

„Sie (die Russen) planen auch, verstärkt Ausländer einzubeziehen“, sagte Selenskyj am Montag in seiner abendlichen Videoansprache (siehe unten) und berief sich auf Erkenntnisse der ukrainischen Geheimdienste.

Seit Monaten wird über eine neue Mobilmachung in Russland spekuliert, um die zuletzt starken Verlusten an den Frontlinien in der Ukraine auszugleichen. Der russische Langzeitmachthaber Wladimir Putin hat solche Befürchtungen bisher kategorisch zurückgewiesen.

Hier sehen Sie Selenskyjs Beitrag auf X:

Russland bezahle für die weiteren nordkoreanischen Soldaten, wie schon zuvor, unter anderem mit Technologien, und im Gegenzug für diese Hilfe sei mit technischer Unterstützung Russlands auf nordkoreanischem Territorium die Produktion von Angriffsdrohnen vom Typ „Shahed“ aufgenommen worden, so der ukrainische Präsident: „So breitet sich das Böse aus, und so greift eine Bedrohung für das Leben in einem Teil der Welt auf andere Teile der Welt über.“

Putin ordnet Aufstockung der Armee an
Putin unterzeichnete am Montag ein Dekret, das die Personalstärke der Armee um weitere 15.500 Soldaten erhöht. „Die zulässige Personalstärke der russischen Streitkräfte wird auf 2.441.630 Menschen festgesetzt, darunter 1.550.500 Militärangehörige“, hieß es in dem Dekret. Einen Grund nannte Putin nicht. Er hatte bereits im März, Juni und Juli eine Aufstockung der Armee verkündet.

Russland plant 2027 höchste Militärausgaben seit Kriegsbeginn
Russland will seine Militärausgaben im Jahr 2027 auf einen neuen Höchststand seit Beginn des Krieges in der Ukraine anheben. Geplant seien Ausgaben von 17,1 Billionen Rubel (rund 178 Milliarden Euro), wie aus Regierungsdokumenten hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters am Montag vorlagen. Dies entspricht einer Steigerung von rund 27 Prozent gegenüber dem ursprünglich veranschlagten Budget von 13,5 Billionen Rubel. Insgesamt sollen sich die Rüstungsausgaben in den kommenden drei Jahren auf 50 Billionen Rubel belaufen.

Ukraine braucht weitere 46,6 Milliarden Euro
Die Ukraine verschiebt unterdessen wegen Verzögerungen beim Erhalt von Hilfen seitens ihrer Verbündete nach eigenen Angaben einige Ausgaben, darunter Wiederaufbauarbeiten. Der seit mehr als vier Jahren andauernde russische Angriffskrieg hat die ukrainische Wirtschaft schwer getroffen und Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Die ukrainische Regierung hat angekündigt, im kommenden Jahr zusätzliche 53 Milliarden Dollar (46,6 Milliarden Euro) an Auslandshilfe unter anderem vom Internationalen Währungsfonds und der Weltbank zu beantragen, um diese Finanzlücke zu schließen.

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