164 Festnahmen
Schulproteste in Frankreich: „Gewalt in Reinform“
In Frankreich ist es zu teilweise gewaltsamen Protesten in Schulen gekommen: Bei den Demonstrationen wurden Dutzende Menschen verletzt und es gab mindestens 164 Festnahmen. Es wird erwartet, dass die Proteste auch am Dienstag fortgesetzt werden.
Betroffen von den Aktionen seien etwa 180 Einrichtungen gewesen, größtenteils in den Schulbezirken Créteil und Versailles bei Paris, aber auch in Städten wie Lille, Lyon, Grenoble und Nizza, sagte Innenminister Laurent Nuñez.
Am Dienstag steht in Frankreich auch ein nationaler Streiktag im öffentlichen Dienst an. Begonnen hatten die Proteste, die sich unter anderem gegen die schlechte Ausstattung von Schulen richten, bereits am Freitag.
Hier sollen die eskalierenden Schulproteste zu sehen sein:
Auch Beamte sollen mit Gewalt vorgegangen sein
Nach einer vorläufigen Bilanz des Innenministers wurden am Montag zwölf Sicherheitskräfte verletzt. Unter Berufung auf den Bildungsminister teilte er zudem mit, dass es acht Verletzte bei Lehrpersonal – darunter drei Schulleiter – sowie ein Dutzend verletzte Schüler gegeben habe. Innenminister Nuñez sagte: „Das waren keine Forderungen, es war wirklich oft Gewalt in Reinform.“ Die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen, um dem Verdacht auf mögliche Gewalt vonseiten der Beamten nachzugehen.
Proteste wegen fehlender Mittel und Lehrkräfte
Bereits am Freitag hatte es Dutzende Proteste und Festnahmen gegeben. Schülerinnen und Schüler von weiterführenden Schulen, den Lycées, demonstrieren nach Medienberichten etwa gegen fehlende Mittel und Lehrkräfte, aber auch überfüllte Klassen und Stundenpläne. Nuñez gab an, dass es am Montag 27 vollständige Blockaden von Schulen sowie 50 Blockadeversuche gegeben habe.

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