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Morgensterns Heli weg! „Da waren Profis am Werk“

Salzburg
28.09.2026 18:30

Der Hubschrauber von Skisprung-Olympiasieger Thomas Morgenstern ist auf dem Flugplatz in Mauterndorf spurlos verschwunden. Diebe stahlen ihn in der Nacht auf Montag und flogen davon. Der Heli-Besitzer, ein Pongauer Unternehmer, geschockt: „Wir haben zuerst geglaubt, dass es ein schlechter Scherz ist!“

Kurz vor 2 Uhr früh hörte der Obmann des Mauterndorfer Flugplatzes am Montag noch verdächtige Startgeräusche. Er lief auf das Feld, kam aber zu spät: Unbekannte hatten am Hangar von Olympiasieger Thomas Morgenstern hantiert, die Garage gewaltsam aufgebrochen und einen Heli des Typs Robinson R44 gestohlen. Dann hoben sie noch im Stockdunkeln ab und flogen Richtung Süden davon.

Beim Münchner Oktoberfest gerade noch gut gelaunt: Thomas Morgenstern und der Gastronom Manuel ...
Beim Münchner Oktoberfest gerade noch gut gelaunt: Thomas Morgenstern und der Gastronom Manuel Aster (v. li.)(Bild: Manuel Aster)

Eigentümer des Helikopters ist der Wagrainer Gastronom Manuel Aster. Morgenstern, ein enger Freund, betreibt den Heli und bietet Rundflüge und Schnupperflüge mit ihm am Doppelsteuer an. „Wir wurden in der Nacht sofort informiert und haben zuerst an einen schlechten Scherz gedacht“, schildert Aster die unglaublichen Szenen.

Am höchstgelegenen Flugplatz Österreichs machten Diebe ungewöhnliche Beute: Sie stahlen einen ...
Am höchstgelegenen Flugplatz Österreichs machten Diebe ungewöhnliche Beute: Sie stahlen einen Helikopter.(Bild: Roland Holitzky)

Hubschrauber bleibt vorerst verschwunden
Es erwies sich aber als bitterer Ernst. Der Unternehmer und Morgenstern waren am Montag in Mauterndorf vor Ort. Die Kriminalpolizei ermittelt. Auch die Austro Control und die Luftraumüberwachung des Militärs wurden eingeschaltet. In den sozialen Medien bat die Flugplatz-Crew um Mithilfe bei der Suche. Eine Spur gab es vorerst aber nicht. Die Maschine wurde in der Nacht auf Montag gegen 4.30 Uhr im kroatischen Luftraum auf Höhe der Urlauberinsel Pag zum letzten Mal geortet.

Ortungssystem aus Helikopter ausgebaut
Unternehmer Aster vermutet, dass Profis am Werk waren: „Sie haben den Heli kurzgeschlossen.“ Außerdem bauten die Unbekannten sämtliches Ortungsequipment aus, um die Nachverfolgung zu erschweren und sie zapften von der dortigen Tankstelle auch rund 360 Liter Treibstoff ab. Aster: „Sie müssen auch noch Kanister mitgehabt haben.“

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