Seit zehn Jahren geplant, heuer fertiggestellt: Die Rede ist vom 400 Jahre alten Schaberhaus in der Salzburger Gemeinde Ebenau. Dabei ist das Konzept alles andere als gewöhnlich: Betreubares Wohnen wurde mit Starterwohnungen gemischt und auch Bibliothek und Kindergarten sind untergebracht.
Als erster Bewohner ist Hans Gastager im 400 Jahre alten Schaberhaus in Ebenau eingezogen. „Für mich ist es das Paradies, ich habe jetzt 51 Quadratmeter für mich alleine“, freut sich der Pensionist. Wenn ihn seine Enkerl besuchen, „liegen sie kreuz und quer auf der Couch und lesen, während draußen der Wind vorbeirauscht“.
„Die Wohnungen hier sind leistbar und modern“
Erstmals überhaupt alleine wohnt im Schaberhaus Michael Hirnsperger. Der Student hat eine der begehrten Starterwohnungen ergattert und ist beim „Krone“-Lokalaugenschein noch mitten am Siedeln: „Die Wohnungen hier sind leistbar und modern. In Salzburg zahlt man dafür mindestens das Doppelte“, erzählt er.
Das Haus ist so lange leer gestanden. Ich habe sieben, acht Jahre gewartet, dass es fertig wird und bin jetzt der erste, der eingezogen ist.
Hans Gastager, Bewohner und Pensionist
Im Vergleich zum Ortsteil Hinterwinkl, wo Hirnsperger mit seinen Eltern wohnte, seien die Busverbindungen zudem top. „Nach einmal Umsteigen bin ich in 20 Minuten in der Stadt – und muss dort dann keinen Parkplatz suchen“, freut er sich. Zudem passe das 400 Jahre alte Haus zu seinem Studienfach: Geschichte.
In den oberen Geschoßen, die in Holzbauweise errichtet wurden, deutet kaum etwas auf das Alter des Hauses hin. Alte Substanz ist nur im Erdgeschoß sichtbar. „In der Bibliothek gibt es noch das wunderschöne Holz von damals“, schwärmt Gastager, der vor seiner Pension als Tischlermeister aktiv war.
Auch im Kindergarten kommt der Kontrast von alt und neu gut an: „Das Haus mit all den tollen Details gefällt uns sehr gut“, heißt es dort. Und auch die Arbeitsbedingungen seien dort sehr gut.
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