Die Infrastruktur in Salzburg muss auch bei knapper Kasse in Schuss gehalten werden. Das neue Landes-Dienstleistungszentrum in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof wird demnächst fertig. Die große Spitalsfusion musste abgesagt werden, das wichtige Hallenbad im Flachgau wurde verschoben.
Das teuerste Infrastruktur-Projekt des Landes wird gerade fertig. In das Landes-Dienstleistungszentrum am Salzburger Hauptbahnhof sollen schon ab dem Jahreswechsel die ersten Landesbediensteten einziehen. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) wird dann froh sein, dass die größten Brocken des 340-Millionen-Euro-Projekts bereits bezahlt sind.
Herausforderung: Alte Bauten, knappe Kassen
Auf den Weg geschickt hatte den Prestigebau noch Vorgänger Wilfried Haslauer. Ob das Projekt die Verwaltung wirklich verbessert und effizienter macht, oder das Ganze einfach nur ein teurer Prestigebau ist, das wird erst die Zukunft zeigen.
Klar ist, dass die Edtstadler-Regierung bei Salzburgs Infrastruktur vor einem Dilemma steht. Viele Bauten sind Jahrzehnte alt, müssen dringend modernisiert werden. Von Straßen und Brücken gar nicht zu reden. Dazu soll das Land für die Erfordernisse der Zukunft fit gemacht werden. Die Kassen sind aber leer. Deshalb wird es auch beim Doppelbudget für 2027 und 2028 einen Sparkurs geben. Es ist übrigens das letzte Budget, das die schwarz-blaue Koalition in dieser Form verabschieden wird.
Die Budgetnöte schlagen an mehreren Stellen durch. Etwa beim Flachgauer Hallenbad. Zwischenzeitlich drohte das Aus, es sprangen weitere Gemeinden ein. Der Baustart aber wackelt weiter und wurde erst mal auf das Jahr 2028 verschoben. Von den Kosten in der Höhe von 24 Millionen Euro sollen immerhin 17 Millionen vom Land kommen.
Bei der Gesundheitsinfrastruktur spielen die Kosten eine immer größere Rolle. Allein heuer fließen über 25 Millionen Euro in Neubauten im Landeskrankenhaus und in der Christian-Doppler-Klinik. Die geplante Fusion von Landes- und Unfallkrankenhaus wurde im Februar wieder abgesagt. Der Grund: Die Kosten liefen aus dem Ruder.
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