Druck auf Konzern

Eisiger Widerstand gegen Tiefkühlwerk-Schließung

Niederösterreich
29.09.2026 16:00

Hunderte Marchfelder Bauern müssen vor der drohenden Schließung des Werkes für Tiefkühlgemüse in Groß-Enzersdorf zittern. Doch dem „Ardo“-Konzern bläst eisiger Gegenwind ins Gesicht. Gewerkschaft und Landespolitik ziehen an einem Strang, um die Produktion zu retten.

„Eist skandalös, dass der Standort geschlossen wird, während gleichzeitig Tiefkühlgemüse aus halb Europa nach Österreich gekarrt werden soll“, findet Arbeiterkammer- und ÖGB-Präsident Markus Wieser deutliche Worte. Für ihn geht es längst um mehr als wirtschaftliche Interessen: „Hier wird heimische Gemüseproduktion vom Ausland abhängig gemacht. Damit steht auch die Versorgungssicherheit auf dem Spiel.“

Klarheit gefordert
Auch Landesvize Stephan Pernkopf erhöht den Druck auf den Konzern, der sein Werk in Groß-Enzersdorf zusperren will. Er fordert rasche Klarheit über die Zukunft des Standorts. Für ihn besonders empörend: „Rotweißrote Regale werden künftig mit belgischem Gemüse statt mit heimischen Spinat und Marchfeld-Erbsen gefüllt?“ Pernkopf ist aber überzeugt: „Unsere Konsumenten werden darauf eine klare Antwort geben!“

Konzern investierte nichts
Besonders bitter: „Während die Bauern in den letzten Jahren kräftig investiert haben, sind beim Konzern Investitionen in den Standort ausgeblieben“, so Wieser. Jetzt müsse alles darangesetzt werden, die Verarbeitung wertvoller Lebensmittel in Groß-Enzersdorf zu erhalten. Der mächtige Gewerkschafter verspricht, sich mit Belegschaftsvertretung und Bauernschaft für eine Fortführung der Produktion einzusetzen.

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