Ein 34-jähriger Feuerwehrmann soll im Februar nach der Jahreshauptversammlung das Zeughaus angezündet haben. Beim Prozess am Landesgericht Linz sorgte der Kamerad mit wirren Aussagen für Aufsehen. Nun muss ein Gutachter prüfen, ob er zurechnungsfähig oder gar gefährlich ist – auch eine Unterbringung steht im Raum.
Die Püracher Feuerwehrleute hatten gerade ihre Jahreshauptversammlung abgeschlossen, als der Alarm losging. Am 2. Februar war eine Lagerhalle direkt neben dem Feuerwehrdepot der Ortschaft in Flammen aufgegangen. Rund 110 Kameraden von 11 Wehren waren beschäftigt, um die Flammen einzudämmen.
Zündler selbst Floriani
Am Tag danach war klar: Da hatte jemand nachgeholfen. Ins Visier der Ermittler war ein 34-Jähriger geraten, der erst leugnete, dann die Tat aber gestand. Besonders pikant: Er war selbst Kamerad. Am Dienstag musste sich der Mann am Landesgericht Linz verantworten. Die Anklage warf ihm vor, besonders perfide gehandelt zu haben: Er hatte einen Teppich über einen Holzstapel gelegt und diesen mit einer brennenden Wachskerze entzündet.
Gutachter muss prüfen
Ein Urteil gab es für den 34-Jährigen am Dienstag aber nicht – stattdessen wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. Aufgrund abstruser und verwirrender Aussagen im Prozess zu seinem Motiv und dem Tathergang muss nun ein Gutachten prüfen, ob der Angeklagte zurechnungsfähig oder womöglich gar immer noch gefährlich ist. Wenn ja, steht eine Unterbringung im Raum.
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