In Erklärungsnot

Linke: Weitere Clan-Mitglieder bei Wahlparty

Außenpolitik
29.09.2026 16:03
Porträt von krone.at
Von krone.at

Haben die Linken in Berlin ein Clan-Problem? Während die Partei versucht, jeden Verdacht aus dem Weg zu räumen und betont, „mit organisierter Kriminalität nichts zu tun“ haben zu wollen, droht nun neuer Ärger. Offenbar haben sich neben dem Chef des berüchtigten Remmo-Clans, Issa Remmo, auch Mitglieder einer anderen Großfamilie aus dem Nahen Osten unter den Glästen der Wahlparty nach der Berlin-Wahl befunden.

Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, handelte es sich um aus sozialen Medien bekannte Aktivisten des palästinensischen Barbakh-Clans. Einer der Männer filmte dem Vernehmen nach den Anti-Israel-Aktivisten Ibrahim Ibrahim vor der Bühne. Dieser gilt als Unterstützer der terroristischen Volksfront zur Befreiung Palästinas. Das andere Clan-Mitglied soll Berliner Kandidaten der Partei interviewt haben.

Ein aus dem Gazastreifen stammender Clan
Die aus Chan Junis im Gazastreifen stammende palästinensische Großfamilie soll allein in Berlin mehrere Hundert Angehörige haben. Der von den Sicherheitsbehörden besonders beobachtete harte Kern umfasst nach Medienberichten rund 130 Personen. Einige Mitglieder sollen bei Pro-Palästina-Kundgebungen Erkennungszeichen der radikalislamischen Terrormiliz Hamas getragen haben. Gegen einige Personen aus dem Kreis des Barbakh-Clans wird wegen Körperverletzung und Widerstand gegen die Staatsgewalt ermittelt.

Mögliche Koalitionspartner fordern Klarstellung
Die Debatten über Clan-Kontakte und die extremen Positionen einiger Linker zum Nahostkonflikt haben Besorgnis auch bei den potenziellen Koalitionspartnern Grüne und SPD ausgelöst. Beide fordern die Linke zu Klarstellungen auf, dass sie gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens stehe. Das wiederum haben Spitzenkandidatin Elif Eralp und auch die Bundesspitze zuletzt immer wieder betont – und Eralp haben das auch auf dem Parteitag getan.

Bei der Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses am war die Linke mit 25,7 Prozent die mit Abstand stärkste Kraft geworden. Dahinter folgten CDU (18,8 Prozent), AfD (16,3 Prozent), Grüne (14,3 Prozent) und SPD (12,1 Prozent). Bisher regiert in Berlin ein CDU/SPD-Senat. Nach der Wahl haben nur noch Dreierbündnisse eine rechnerische Mehrheit.

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