Schock in Russland
Serienkiller will über 100 Menschen ermordet haben
Der Serienmörder Alexej Gaskow ist in Russland zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Konkret wegen der Tötung von zehn Menschen in der Region Moskau. Der Rest konnte ihm – trotz Geständnisses – nicht nachgewiesen werden.
Gaskow ist heute 51 Jahre alt. Erstmals ins Visier der Ermittler geriet er im Jahr 2002, während seiner Studienzeit in der russischen Hauptstadt Moskau. Laut russischen Medienberichten wurde der Mann damals verdächtigt, ein Mädchen ermordet zu haben. Er soll gemeinsam mit Michail Judin, einem später unter dem Spitznamen „Jeans-Mörder“ bekannten weiteren Serienkiller, bei ihr zu Gast gewesen sein.
Damals gestand Gaskow nicht nur dieses Verbrechen, sondern auch andere Morde. Dabei verstrickte er sich jedoch in seinen Aussagen, das Gutachten zeigte auf Judin. Später, im Jahr 2006, wurde Gaskow wegen der Vergewaltigung eines elfjährigen Mädchens festgenommen. In der Folge musste er für zehn Jahre ins Gefängnis.
Peruanische Studentin unter Opfern
2024 fiel der Mann unter Verdacht, an einer Reihe von 20 Jahren zurückliegenden Morden im Moskauer Umland beteiligt gewesen zu sein. Laut Ermittlungen tötete Gaskow zwischen März und November 2002 neun junge Frauen und einen Mann. Zu seinen Opfern zählte demnach auch die 23-jährige Studentin aus Peru, Agnes Carolina Santisteban, die Nichte eines Beraters des Präsidenten des Landes. Ihre Leiche wurde in der Nähe eines Wohnheims in Chimki gefunden.
Erneut räumte Gaskow die Verbrechen ein. Dabei holte er noch viel weiter aus: Seit 1995 will er laut eigenen Angaben „über 100“ Morde begangen haben, zitiert in die russische staatliche Nachrichtenagentur „TASS“. Die Ermittlungen konnten seine Beteiligung an anderen Verbrechen jedoch nicht bestätigen.
In Moskau wurde Gaskow nun zu lebenslanger Haft verurteilt. Er wurde für schuldig befunden, neun Frauen und einen Mann getötet zu haben. Das Gericht verhängte außerdem eine Geldstrafe von drei Millionen Rubel (rund 31.000 Euro, Anm.) gegen den Mann.

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