Mountainbike-Tour

Neue Traumrunde in der Lipizzanerheimat!

Radkrone
01.10.2026 12:19

Wald, Schotter, Höhenmeter und am Ende der Blick auf den Hirzmann-Stausee: Die neue Edelschrott-Panoramatour führt auf 33 Kilometern durch die schönsten Landschaften der Lipizzanerheimat. Die abwechslungsreiche Runde eignet sich für Mountainbike, Gravelbike und E-Bike – und zeigt, warum die Erlebnisregion Graz für Radfahrer immer interessanter wird.

Ein Bürgermeister mit Rad-Tattoo am Unterschenkel? In der steirischen Lipizzanerheimat gibt es ihn. Bernd Mara von der Marktgemeinde Maria Lankowitz sitzt nicht nur regelmäßig am Rennrad oder Mountainbike, sondern gründete vor 25 Jahren mit Gleichgesinnten auch die Crazy Cross Bikers.

Dass er für die Strecken-Findung der neuen Edelschrott-Panoramatour in der Nachbargemeinde nicht lange überredet werden musste, versteht sich von selbst. „Alles, was mit Radfahren zu tun hat, interessiert mich“, lacht Mara, ehe es mit der „Radkrone“ in die Pedale tritt.

Bürgermeister Bernd Mara von Maria Lankowitz liebt das Radfahren.
Bürgermeister Bernd Mara von Maria Lankowitz liebt das Radfahren.(Bild: Hannes Wallner)
Das belegt auch Maras Tattoo am rechten Unterschenkel.
Das belegt auch Maras Tattoo am rechten Unterschenkel.(Bild: Hannes Wallner)
Ohne E-Antrieb trat der Gemeindechef bei der Tour mit der „Radkrone“ in die Pedale.
Ohne E-Antrieb trat der Gemeindechef bei der Tour mit der „Radkrone“ in die Pedale.(Bild: Hannes Wallner)

33 Kilometer einmal rund um Edelschrott. Vom Ortszentrum geht es zunächst westwärts. Die Beine werden schnell warm, denn nach rund sechs Kilometern wartet bereits der höchste Punkt der Runde: Kurz vor St. Hemma erreicht die Strecke rund 1170 Meter Seehöhe.

Danach ändert die Tour ihren Charakter laufend. Asphalt wechselt mit Schotter, Forstwege mit weichen Waldpassagen. Über Stampf führt die neue Mountainbike-Route hinauf auf den Herzogberg. Den Namen kennen viele Autofahrer – allerdings meist nur vom darunterliegenden Herzogbergtunnel auf der A2.

Wer oben mit dem Rad unterwegs ist, erlebt eine völlig andere Welt: Wald statt Verkehr, Ruhe statt Motorengeräusch. „Genau das macht die Runde aus“, schwärmt Gregor Ofner von den Crazy Cross Bikers, der die Strecke mit Mara ausgearbeitet hat. „Langweilig wird’s beim Biken nie.“

Große Finale am Wasser 
Spätestens beim Hirzmann-Stausee wird aus der Mountainbike-Runde dann endgültig eine Genusstour.

Tief unten liegt das Wasser zwischen den bewaldeten Hängen, ehe sich die Strecke wieder zurück Richtung Edelschrott schlängelt.

 Sportlich fahren? Geht. Gemütlich rollen? Ebenso.

„Die Runde ist eigentlich für fast jeden geeignet, der ein bisschen Rad fahren kann“, sagt Ofner: „Ein paar kurze Passagen sind technischer, da kann man notfalls auch einmal schieben. Aber die Strecke funktioniert mit dem Mountainbike, mit dem Gravelbike und natürlich hervorragend mit dem E-Bike.“

Die Mountainbike Tour führt teils auf Asphalt – hier in Richtung St. Hemma.
Die Mountainbike Tour führt teils auf Asphalt – hier in Richtung St. Hemma.(Bild: Hannes Wallner)
Immer wieder ändert sich der Untergrund.
Immer wieder ändert sich der Untergrund.(Bild: Hannes Wallner)
Durch Wälder entlang von Forstwegen.
Durch Wälder entlang von Forstwegen.(Bild: Hannes Wallner)
Vorbei an kleinen Kirchen und Weilern.
Vorbei an kleinen Kirchen und Weilern.(Bild: Hannes Wallner)
Und sogar vorbei an der Südautobahn – hier über dem Tunnelportal des Herzogbergtunnels.
Und sogar vorbei an der Südautobahn – hier über dem Tunnelportal des Herzogbergtunnels.(Bild: Hannes Wallner)
Und immer wieder bietet die Tour ein herrliches Panorama auf die Steiermark.
Und immer wieder bietet die Tour ein herrliches Panorama auf die Steiermark.(Bild: Hannes Wallner)

Dass gerade der Elektroantrieb dem Radtourismus in der Lipizzanerheimat einen zusätzlichen Schub gebracht hat, bestätigt auch Edelschrotts Bürgermeister Georg Preßler. „Durch das E-Bike entdecken viel mehr Menschen unsere Gegend. Und zum Entdecken gibt es bei uns wirklich viel.“

1200 Wegweiser für Radfahrer
Edelschrott ist längst nicht nur Wanderregion. „Wir wollen auch ein Radangebot schaffen, das funktioniert, solange kein Schnee liegt, also praktisch das ganze Jahr nutzbar ist“, so der Gemeindechef zur „Radkrone“. Die neue Panoramatour ist übrigens Teil eines wesentlich größeren Radprojekts der Erlebnisregion Graz.

Koordinator Heinz Kaltschmidt entwickelt seit Jahren Genuss- und Freizeitrouten – möglichst auf ruhigen Nebenstraßen und mit besonderen Plätzen entlang des Weges. „Wir haben gemerkt: Nur digital reicht nicht. Die Leute wollen eine Beschilderung“, so Kaltschmidt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: 18 Genussradtouren, 54 Gemeinden und mehr als 1200 Wegweiser.

Heinz Kaltschmidt ist der Koordinator des Radangebots der Erlebnisregion Graz.
Heinz Kaltschmidt ist der Koordinator des Radangebots der Erlebnisregion Graz.(Bild: Hannes Wallner)
Plätze für genussvolle Pausen gibt es reichlich.
Plätze für genussvolle Pausen gibt es reichlich.(Bild: Hannes Wallner)
Der Hirzmann-Stausee
Der Hirzmann-Stausee(Bild: Hannes Wallner)

Und das die besten Routen nicht am Schreibtisch entstehen, zeigen Mara und Ofner. Die beiden Crazy Cross Biker kennen jeden Weg, jede Abzweigung und jeden Hügel der Gegend. „Wir wollen Strecken, die für Einheimische interessant sind, aber auch Gäste in unsere Region bringen“, sagt Mara.

Und dafür braucht’s nicht mehr als ein Fahrrad und Zeit, um die Lipizzanerheimat zu genießen.

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