„Friendly Fire“

Italienische Soldaten in Lettland angeschossen

Ausland
26.09.2026 22:10
Porträt von krone.at
Von krone.at

Vier italienische Soldaten sind am Freitag während einer NATO-Übung in Lettland unter Beschuss geraten und zum Teil schwer verletzt worden.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Rom wurde ihr Fahrzeug in einem Stützpunkt nahe der Kleinstadt Adazi mit einem Maschinengewehr beschossen, das auf einem italienischen Schützenpanzer vom Typ Dardo befestigt war. Italienischen Medien zufolge war die Einstiegsluke beim beschossenen Fahrzeug offen. Die genauen Hintergründe sind noch unklar.

Keines der Opfer in Lebensgefahr
Italien hat im Rahmen einer internationalen Brigade mehr als 300 Soldaten in Lettland stationiert. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden die Verletzten zur Behandlung in die Hauptstadt Riga gebracht, etwa 25 Kilometer entfernt. Keiner der vier sei in Lebensgefahr, hieß es weiter. Das Militär leitete Ermittlungen ein, um den genauen Hergang zu klären.

In Azadi, einem Stützpunkt der lettischen Armee, sind Soldaten aus mehr als einem Dutzend Ländern stationiert. Die multinationale Brigade der NATO soll die Nordostflanke des westlichen Militärbündnisses schützen, insbesondere gegen mögliche Angriffe aus Russland auf das Baltikum.

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