Das Werk mit seinen feinen Farbstrichen dringt in der Perspektive durch den gekonnten Aquarellstich direkt aus dem Bild heraus: So beschreibt man das Kunstwerk, vor einem halben Jahrtausend, exakt 503 Jahre, durch Albrecht Dürer entstand. Im Rahmen eines Dorffestes kam Reinhard Dengler aus Hanfthal im Bezirk Mistelbach die Idee, das tierische Modell dreidimensional wiederzuerwecken. Allerdings ohne jede Hilfe von digitalem Werkzeug – geschickt beleuchtet hinter einem Rahmen.
Gleich vorweg: Das abgebildete Langohr ist Opfer des Straßenverkehrs geworden. Hobby-Präparator Rainhard Dengler aus Hanfthal im Bezirk Mistelbach stellte mit ihm den „Feldhasen“ von Albrecht Dürer – Versich-erungswert: 70 Millionen Euro – nach.
Kopie nicht nur im sprichwörtlichen Sinne – auf ganz „natürliche Art“
Das filigrane Werk, nur selten Beleuchtung ausgesetzt, inspirierte
In der Wiener Albertina ist das Original noch bis 11. Oktober zu sehen – wegen der feinen Linien und Lichtempfindlichkeit ist es nur in kleinen Zeitrahmen im „Original“ ausgestellt – ansonsten blickt man auf eine „2D-Kopie“. „Das naturgetreu auf eine andere Art nachzuahmen, kam mir durch das Studium der Werke des großen Künstlers. Und hier war es so weit – der Moment (m)einer Herausforderung“, so der 69-Jährige.
Wie es zur Gelegenheit der Nachbildung kam
Als der Tierpräparator einen durch einen Verkehrsunfall getöteten Feldhasen entdeckte, kam es – freilich nach legaler Meldung – zu dem dreidimensionalen Werk. „Man muss sich vorstellen: Der Künstler schuf es vor einem halben Jahrtausend – und man muss kein Kunstprofi sein, um die Feinheiten des Kunstwerkes auch heute zu sehen und die gekonnte Strichführung zu erahnen.“
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