Fluten und Erdrutsche

Tödliche Unwetter: 70 Tote in Nepal und Indien

Ausland
27.09.2026 13:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Tödliche Unwetter in Südasien: Schwere Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche haben in Indien und Nepal mindestens 70 Menschen das Leben gekostet. Dutzende weitere wurden verletzt oder gelten als vermisst. Während Rettungskräfte in den überfluteten Gebieten im Einsatz sind, warnen die Behörden bereits vor weiteren Sturzfluten.

In Indien kamen nach Angaben der Behörden 56 Menschen ums Leben. 46 weitere wurden verletzt, mehr als 1000 Häuser beschädigt. Rettungskräfte sind in den betroffenen Gebieten unterwegs und verteilen Hilfsgüter.

Besonders stark betroffen ist der nördliche Bundesstaat Uttar Pradesh. Dort fielen zwischen Freitag und Sonntag 66,5 Millimeter Regen. Zum Vergleich: Üblicherweise werden in diesem Zeitraum 7,6 Millimeter gemessen.

Ganges überschreitet Gefahrenmarke
Die zentrale Wasserkommission stufte die Lage an 30 Flussmessstationen in sieben Bundesstaaten als ernst ein. Mehrere große Flüsse, darunter der Ganges, überschritten die Gefahrenmarke.

Schwere Unwetter haben in Indien und Nepal zahlreiche Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. ...
Schwere Unwetter haben in Indien und Nepal zahlreiche Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. © euro(Bild: AFP/PRAKASH MATHEMA)

Auch im Nachbarland Nepal hinterließen die Unwetter schwere Schäden. Dort kamen 14 Menschen ums Leben, elf weitere werden vermisst. Die Behörden warnten am Sonntag vor weiteren Sturzfluten.

Stromausfälle und beschädigtes Kraftwerk
Die Überschwemmungen führten in Nepal zudem zu massiven Stromausfällen. Ein Wasserkraftwerk mit einer Leistung von 40 Megawatt wurde beschädigt. Unabhängig davon wurde im nördlichen Bezirk Manang das Basislager des 7126 Meter hohen Himlung Himal von einer Lawine mitgerissen. Zehn einheimische Arbeiter werden seither vermisst. Sie sollten Zelte für ausländische Bergsteiger aufbauen.

Die Region wird immer wieder von schweren Naturkatastrophen getroffen. Erst im vergangenen Monat kamen bei verheerenden Überschwemmungen in Nepal mehr als 1450 Menschen ums Leben. Tausende gelten weiterhin als vermisst. Die damals besonders schwer betroffenen Gebiete Rasuwa und Nuwakot werden nach Angaben des nationalen Katastrophenschutzes derzeit allerdings nicht als Hochrisikozonen eingestuft.

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