Israels Vize-Kapitän Dor Perez hat im Vorfeld der Nations-League-Partie gegen Irland (ab 20.45 Uhr) auf die Proteste der Iren reagiert. Die Ansagen im Vorfeld und Aktionen wie der Boykott von Torhüter Gavin Bazunu stoßen bei ihm auf kein Verständnis. Als „Außenstehende“ könnten sie „unsere Realität nicht verstehen“, so der Mittelfeldspieler, der dann noch einen besonderen Rat parat hat. Irland-Coach Heimir Hallgrimsson hingegen unterstreicht erneut die Bedenken, die ihn und seine Mannschaft plagen.
In Österreichs Nations-League-Gruppe kehrt keine Ruhe ein. Das Aufeinandertreffen von Irland und Israel lässt die Wogen weiter hochgehen. Während das irische Team zeitweise sogar einen Boykott in Erwägung gezogen und sich erst nach Abstimmung zum Antreten entschieden hatte, sorgte Torhüter Gavin Bazunu erneut für Aufregung.
Der Schlussmann hat sich nämlich dazu entschieden individuell auf einen Einsatz zu verzichten und legte die Hintergründe seiner Entscheidung in einem emotionalen Statement auf Instagram offen. Auch sein Trainer ließ vor dem Match erneut durchblicken, dass man sich mit dem anstehenden Duell „nicht wohlfühlt“.
Peretz hat Botschaft an irische Spieler
„Wir bestreiten dieses Spiel, weil es die Regeln unseres Sports sind. Fühle ich mich wohl damit? Absolut nicht“, so Hallgrimsson, der mit seinem „Völkermord“-Sager schon vor einigen Tagen für Aufregung gesorgt hatte.
Vom israelischen Team gibt es hingegen heftige Kritik am irischen Verhalten. Trainer Ran Ben Shimon betont, er liebe Fußball und lasse sich das von niemandem nehmen. Routinier Peretz hingegen beklagt: „Ich glaube nicht, dass sie als Außenstehende unsere Realität verstehen können.“ So hat er schließlich noch einen Rat an die Iren: „Wenn sie wirklich verstehen wollen, wie die Lage ist, sollten sie mehr lesen, nach Israel reisen und sich das Land ansehen.“
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