Schwieriges Jahr 2026:

Dürre und Räuber machen Fischern das Leben schwer

Oberösterreich
27.09.2026 11:00

Es war und ist ein forderndes Jahr für die Angler und auch die Fischzüchter. Denn neben der lange anhaltenden Hitze und Dürre, die noch immer Bäche in der Trockenstarre hält, setzen auch Raubtiere den Flossenträgern zu. Die „Krone“ hat sich umgehört.

„Die Folgen der Hitze sind im Vergleich zum Schaden durch den Otter gering“, ist Fischzüchter Johann Frauenschuh aus Sipbachzell hörbar sauer. Das Geschäft mit Besatzfischen – vor allem Forellen – ist in den vergangenen Jahren massiv eingebrochen: „Wenn du keine Fische mehr durchbringst, gibst du auch keine in den Teich.“ Er wünscht sich, dass der Fischotter regulär bejagt werden könne, damit Besitzer von Teichen diese wieder mit Fischen füllen.

Forellen blieben kleiner
Über zu wenig Nachfrage nach Besatzfischen kann man dagegen bei der Fischzucht Zöls in Ried/I. nicht klagen. „Es fragen auch viele an, um Ausfälle durch die Dürrefolgen zu ersetzen“, sagt Eva Schrattenecker. Sie berichtet aber auch von direkten Folgen der Hitze auf die Speisefischproduktion: „Forellen sind heuer kleiner geblieben. Jetzt, wenn es kühler wird, holen sie das Wachstum etwas auf.“

50 Fischrettungsaktionen
Dass in der freien Natur viele Fische aufgrund der Hitze und Dürre verendeten, ist offensichtlich. „Für genaue Zahlen ist es noch zu früh. Wir warten noch vielerorts auf Meldungen“, so Klaus Berg, Geschäftsführer des OÖ. Landesfischereiverbands. Bis dato seien jedenfalls 50 teils versuchte Fischrettungsaktionen gemeldet worden. „So einen Sommer hatten wir noch nie. Wir werden daraus Lehren für die Zukunft ziehen müssen“, sagt Klaus Berg.

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