Eigentlich ist die Bachstraße im Salzburger Stadtteil Gnigl eine 30er-Zone und ein Weg Richtung Krabbelstube, Kindergarten und Schule. Gleichzeitig brettern hier – verbotenerweise – sehr viele Lkw durch. Eine Anwohnerin klagt verärgert gegenüber der „Krone“, es sei für die Kinder zu unsicher.
In der Bachstraße teilen sich Kinder und Schwerverkehr den knappen Platz. „Wenn die Laster in unserer Straße durchfahren, vibrieren die Wände in unserem Haus“, schildert Salzburgerin Karin Lanzinger, die in der Bachstraße im Stadtteil Gnigl wohnt. Es ist eine 30er-Zone, die extrem von Durchzugsverkehr betroffen ist. Trotz Tonnenbeschränkung fahren hier regelmäßig große Lkw durch. Die Straße ist so eng, dass sich der Gegenverkehr an manchen Stellen gar nicht ausgeht. „Keiner kontrolliert das Verbot, es bringt uns nichts“, klagt die Anwohnerin.
Unsicherer Weg für Kinder
Gleichzeitig laufen täglich Kinder über die Kreuzung, das ist ihr Schulweg. Es gibt hier auch einen Kindergarten und eine Krabbelstube. „Für meine Enkerl ist das kein sicherer Weg!“, so Lanzinger. Dazu kommt nun eine neue Großbaustelle, die den Schwerverkehr in der Straße verschlimmern werde. Das ehemalige Industriegebiet der Trachtenfirma Moser wird in ein gefördertes Wohnprojekt umgewandelt – 173 Wohnungen werden gebaut. „Ich bin nicht gegen die Baustelle. Aber es braucht ein geeignetes Verkehrskonzept. Die Straße ist jetzt schon überlastet“, ärgert sie sich.
Die 63-Jährige fühlt sich von der Stadtpolitik nicht ernst genommen. In der Straße halten sich zudem viele Autofahrer nicht an das Tempolimit. „Einmal ist ein Auto beim Zebrastreifen auf mich und mein Enkerl zugerast. Das war eine haarscharfe Notbremsung. Muss erst jemand verletzt werden, damit hier endlich kontrolliert wird?“, wendet sich die Bewohnerin verzweifelt an die „Krone“.
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