„Nicht erfolgreich“

Nestlé verkauft bald keine Teekapseln mehr

Wirtschaft
25.09.2026 16:28
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé stellt nach 16 Jahren sein Teekapselsystem „Special. T“ ein. Der Teekonsum zu Hause hätte sich verändert, hieß es. Man wolle das Portfolio nun überprüfen. Die Kaffeemaschine erkennt bei den Kapseln die jeweilige Teesorte und passt Wassertemperatur und Brühzeit automatisch an.

Bereits 2021 fuhr Nestlé das Geschäft zurück und verlagerte den Verkauf der Teekapseln vollständig in den eigenen Onlinehandel. Damals sagte ein Sprecher, dass das Produkt im Handel nicht erfolgreich genug gewesen sei. Jetzt hieß es, dass sich der Konzern stärker auf Marken und Kategorien konzentrieren wolle, die langfristiges Wachstum versprechen.

Die Teekapseln sollen noch verkauft werden, solange die Vorräte reichen. Das könnte bis Ende Februar 2027 der Fall sein. Neue „Special. T“- Maschinen werden nicht mehr verkauft. Für Geräte mit laufender Garantie soll der Service bis zum Ende des Kapselverkaufs bestehen bleiben. Der Konzern zieht sich mit dem Angebot schrittweise aus Österreich, der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg zurück.

Zwangsverwaltung in Russland
Vergangene Woche hatte der russische Präsident Wladimir Putin die Anteile an Nestlé Russia und Nestlé Kuban unter die vorübergehende Verwaltung von L.E.V. Management gestellt. Das stelle weder eine Verstaatlichung noch einen Eigentümerwechsel dar, teilte das Unternehmen mit. Man sei zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit mit dem neuen Verwalter zur weiteren Entwicklung des Geschäfts und zu einer höheren Effizienz beitragen werde. Nestlé betreibt in Russland sechs Produktionsstandorte.

Beobachterinnen und Beobachter sehen eine solche Zwangsverwaltung aber als mögliche erste Etappe auf dem Weg zu einer Enteignung beziehungsweise Übertragung an russische Eigentümer. In früheren Fällen waren ausländische Unternehmen wie Danone und der Carlsberg-Brauereikonzern zunächst ebenfalls unter vorübergehende Verwaltung gestellt worden. Später gingen deren russische Geschäfte an russische Käufer über.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung