Der Konflikt im Nahen Osten wirkt sich immer deutlicher auf die Weltwirtschaft aus. Besonders der Ölpreis legte kräftig zu. Seit Jahresbeginn verteuerte sich die Handelssorte Brent um 70 Prozent, der Druck auf die Inflation nahm damit zu.
Nachdem am Donnerstag wieder einmal ein massiver Anstieg bei den Kursen verzeichnet wurde, hatte der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl aus der Nordsee zur Lieferung im November um rund ein Prozent auf 105,54 US-Dollar nur leicht nachgegeben.
Zuvor hatten die Ölnotierungen wegen der anhaltenden Sorgen über die Lage im Nahen Osten kräftig zugelegt. Binnen 48 Stunden waren es rund zehn Prozent gewesen.
Bewegung im Iran-Krieg?
Unterdessen scheint es im Iran-Krieg Bewegung zu geben. Über Vermittler sei der US-Regierung ein Plan vorgelegt worden, wonach die Straße von Hormuz nach sieben Tagen wieder geöffnet werden könne, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt seien, sagte der iranische Außenminister Abbas Araqchi laut der „New York Times“ und der „Financial Times“ am Rande der UN-Woche in New York. Dazu hieß es aus dem Weißen Haus: „Wir führen über die Vermittler positive und konstruktive Gespräche.“
„Brent dürfte sich wahrscheinlich um 100 bis 110 Dollar halten, solange sich die Lage nicht grundlegend ändert“, sagte Haris Khurshid, Anlagechef bei Karobaar Capital, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Eine glaubwürdige Vereinbarung könnte den Preis recht schnell wieder unter 100 Dollar drücken. Weitere Probleme bei Exporten oder in der Logistik könnten dagegen wieder einen Preis von 120 Dollar ins Spiel bringen.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 114,53 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Mittwoch hatte der Preis 107,69 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Goldpreis kaum verändert
Der Goldpreis zeigte sich kaum verändert. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4275,47 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,02 Prozent mehr als am Vorabend.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.