Festnahme in Hamburg
Bub als mutmaßlicher Auftragsmörder aufgeflogen
In Hamburg hat die Polizei einen 13 Jahre alten Buben festgenommen, der den Auftrag erhalten haben soll, jemanden zu töten. Es gebe Hinweise darauf, wer das Opfer hätte sein sollen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.
Laut der „Bild“ ist der Hintergrund ein Machtkampf zwischen den Hamburger „Hells Angels“ und einer Gruppe mit Clan-Verbindungen, die unter anderem für Drogengeschäfte, Geldwäsche und schmutzige Immobilien-Deals verantwortlich sind. Ein 13-jähriger Bub aus den Niederlanden sei als Schütze über das soziale Netzwerk Snapchat angeworben worden, heißt es in dem Bericht. Dahinter steckt demnach der libanesische Familien-Clan El Zein. Der Auftraggeber soll aber in Deutschland gewesen sein.
Der 13-Jährige hätte den Rocker Mesut S. ermorden sollen. Dafür bekam er von einem Hintermann eine Waffe samt Magazinen mit 50 Schuss Munition. Damit reiste er nach Hamburg. Die Mutter des angeheuerten Buben meldete ihn in der Zwischenzeit bei der Polizei als vermisst. Er habe nur ein Handy ohne SIM-Karte und einen abgelaufenen Ausweis bei sich, teilte sie mit und bat die Öffentlichkeit, bei der Suche mitzuhelfen.
In den Niederlanden strafmündig
Der Jugendliche wurde schließlich in Hamburg verhaftet – noch bevor er seinen Auftrag ausführen konnte. „Auf Basis bisheriger Ermittlungen gehen wir davon aus, dass das Kind zuvor den Auftrag erhalten hatte, eine Person in Hamburg zu töten. Insoweit ermitteln wir wegen des Verdachts der versuchten Anstiftung zu einem Tötungsdelikt (...)“, sagte Oberstaatsanwältin Mia Sperling-Karstens zur „Bild“. Der Bursche wurde den niederländischen Behörden übergeben, in seinem Herkunftsland liegt die Grenze zur Strafmündigkeit bei nur 12 Jahren.
Mesut S. sitzt laut deutschen Medien inzwischen in Untersuchungshaft – und zwar wegen des Besitzes von Kriegswaffen.

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