Mit großem Festzug, prominenten Gästen und dem traditionellen Bieranstich startete endlich Österreichs größtes Brauchtums- und Oktoberfest.
Schmankerl, Musi und ganz viel Gaudi – trotz strömenden Regens. Denn am Donnerstag war endlich der Moment gekommen, auf den Wiesn-Fans seit Monaten gewartet hatten: Mit Festzug, Segnung und dem traditionellen Bieranstich wurde die fünfte Wiener Kaiser Wiesn im Prater feierlich eröffnet.
Und selbst das wenig kaiserliche Wetter konnte die Stimmung nicht trüben. Schon am Vormittag versammelten sich bei Kolariks Luftburg zahlreiche Trachtenträger, Musiker und Ehrengäste. Gegen Mittag setzte sich schließlich der traditionelle Festzug Richtung Kaiserwiese in Bewegung. Pferdekutsche, Volkstanzgruppen und jede Menge Dirndl und Lederhosen sorgten trotz grauer Wolken für echtes Wiesn-Flair. Musikalisch begleitet wurde der Zug unter anderem von der Polizeimusik Wien und dem Gösser Musikverein.
Promis ließen sich die Gaudi nicht entgehen
Auf der Kaiserwiese angekommen, folgte der feierliche Höhepunkt. Dompfarrer Toni Faber segnete das zünftige Fest, ehe SPÖ-Klubvorsitzender Josef Taucher zum Schlegel griff. Dann endlich der Ruf, auf den alle gewartet hatten: „O’zapft is!“ Unter den Ehrengästen tummelten sich unter anderem die Bezirksvorsteher Alexander Nikolai, Markus Figl und Ernst Nevrivy sowie Ex-Skistar Michaela Dorfmeister, Ex-Skirennläufer Hans Enn, Kickbox-Legende Nicole Trimmel und Schauspieler Ferdinand Seebacher. Auch die Lauser und die Edlseer mischten sich unter die Wiesn-Gäste.
Eigentlich hätten Bürgermeister Michael Ludwig und Verteidigungsministerin Claudia Tanner den Bieranstich übernehmen sollen. Beide waren jedoch kurzfristig verhindert. Der guten Stimmung tat das keinen Abbruch – schließlich wartete gleich zum Auftakt jede Menge Musik. Im Gösser Zelt spielten unter anderem die Edlseer auf, am Abend übernehmen die Lauser. Im Wiesbauer Zelt sorgen die Jungen Zillertaler und später die Dirndl Rocker für Stimmung, während im Nordic Spirit Kaiser Zelt BEngelS reloaded auf der Bühne stehen.
18 Tage lang wird jetzt gefeiert
Und das war erst der Anfang: Bis 11. Oktober warten 18 Veranstaltungstage, rund 150 Konzerte, knapp 2000 Musiker, drei große Festzelte, fünf Almen und das Wiesn Dorf auf die Besucher. Schon am ersten Wochenende stehen mit dem Burgenland-, Niederösterreich- und Oberösterreich-Tag gleich drei Bundesländer im Mittelpunkt.
Wer es gemütlicher angehen möchte, kann sich durch die zahlreichen Schmankerl kosten: Rund 30 Standln locken im Wiesn Dorf mit regionalen Spezialitäten, Süßem und Handwerk. Das Festgelände öffnet täglich ab 12 Uhr bei freiem Eintritt. Also: Dirndl an, Lederhose raus – ab jetzt wird auf der Kaiserwiese wieder geschunkelt, geschmaust und gefeiert.
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