Statistik vorgestellt

Vorarlbergs Kirche verliert weniger Mitglieder

Vorarlberg
24.09.2026 13:11
Die Diözese Feldkirch hat den Jahresbericht 2025 veröffentlicht. Demnach kehrten in Vorarlberg im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen in die katholische Kirche zurück, gleichzeitig sank die Zahl der Austritte. Unter dem Strich verliert die Diözese jedoch weiterhin an Mitgliedern.

Derzeit gibt es im Ländle genau 203.741 Katholikinnen und Katholiken. Im vergangenen Jahr kehrten 3357 Personen der Kirche den Rücken. Das sind fast 500 Menschen weniger als im Jahr davor. Damit ist die Zahl der Austritte bereits das zweite Jahr in Folge rückläufig. 

Plus bei Kircheneintritten
Eine positive Entwicklung zeigt sich bei den Eintritten. Im Jahr 2025 durften die Erzdiözese Feldkirch 227 Menschen neu bzw. wieder begrüßen. Das entspricht einem Anstieg von rund 90 Personen im Vergleich zum Jahr davor. Zudem machten 25 Menschen ihren bereits vollzogenen Austritt innerhalb der ersten drei Monate im Zuge eines sogenannten Widerrufs wieder rückgängig. Unterm Strich schrumpft die Kirche allerdings auch im Ländle ungebrochen: Auf einen Eintritt fallen in etwa 15 Austritte.

Taufen und Firmungen im Fokus
Bei den großen kirchlichen Festen sind die Zahlen indes stabil. Im Vorjahr wurden 1869 Menschen getauft, 2205 Kinder feierten Erstkommunion. Eine deutliche Zunahme verzeichnete die Kirche bei den Firmungen, immerhin 1233 junge Erwachsene entschieden sich aus freien Stücken für dieses Sakrament. In diesem Zusammenhang interessant: Die Vorarlberger Pfarren stellen das Firmalter derzeit auf über 17 Jahre um. „Die Vorbereitung auf die Firmung, die Fragen, die sich die jungen Erwachsenen in dieser Zeit stellen, sind ganz andere, als man sie sich mit zwölf Jahren stellen würde“, sagt Generalvikar Hubert Lenz, der heuer selbst in elf Pfarren gefirmt hat. Laut Diözese erreichen viele Gemeinden dennoch eine Firmquote von bis zu 90 Prozent, damit war nicht unbedingt zu rechnen.

Budget von 35 Millionen Euro
Finanziell steht die Erzdiözese Feldkirch trotz sinkender Einnahmen nach wie vor auf soliden Beinen. Das diesjährige Budget beträgt 35 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte, nämlich 55 Prozent, fließt in die personelle und finanzielle Unterstützung der Pfarren. Weitere 26 Prozent gehen an soziale Einrichtungen wie das Hospiz oder die Telefonseelsorge. Die restlichen 19 Prozent werden für die Verwaltung benötigt. 

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