Exakt 3856 Männer und Frauen – also 13,1 Prozent weniger als noch im Jahr 2023 – verließen im vergangenen Jahr in Vorarlberg die Katholische Kirche.
Diese Zahlen dürften den Feldkircher Bischof Benno Elbs durchaus freuen: Erneut kehrten dem Oberhirten der Vorarlberger Diözese weniger Schäfchen den Rücken als noch im Jahr 2023. Abgewendet haben sich die Gläubigen weniger aus Ärger über die Katholische Kirche – der Großteil führte den Kirchenbeitrag als Hauptgrund für den Austritt an. In Zeiten von ständig steigenden Lebenskosten ein durchaus nachvollziehbarer Schritt.
Ebenfalls erfreulich: Weitere 17 Menschen nahmen innerhalb von drei Monaten ihren Austritt zurück. 130 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger traten zudem wieder in die Kirche ein. Dieser Schritt ist seit dem Frühjahr 2025 etwas einfacher geworden, da der Wiedereintritt auch online (über die Seite eintreten.at) beziehungsweise über das neu eingerichtete „Anliegentelefon“ möglich ist. „Erfreulicherweise nutzen immer mehr Menschen dieses Angebot,“ sagte Pastoralamtsleiter Martin Fenkart. Für die Kirche sei es wichtig, gut und niederschwellig erreichbar zu sein.
Budget von 32,7 Millionen Euro
Für alle seelsorgerischen Dienste standen im vergangenen Jahr 32,7 Millionen Euro zur Verfügung. Dabei setzt sich das Budget aus den Kirchenbeiträgen der Mitglieder (88,9 Prozent der Einnahmen), staatlicher Wiedergutmachung (10,5 Prozent) und Sonstiges (0,6 Prozent) zusammen. Rund 55 Prozent des Budgets flossen in die Pfarren. Mit 14 Prozent des Budgets wurden kirchliche Einrichtungen wie die Hospizbewegung, die Caritas, die Bildungshäuser in St. Arbogast und Batschuns, die Telefonseelsorge oder das Ehe- und Familienzentrum unterstützt. 12 Prozent der Gelder machten pastorale Aufgaben der Diözese möglich und 19 Prozent des Budgets werden für die diözesane Verwaltung beziehungsweise den diözesanen Support aufgewendet.
1938 Gläubige wurden getauft.
2460 Kinder feierten ihre Erstkommunion.
1052 Jugendliche empfingen das Sakrament der Firmung.
100 Priester, 21 Diakone und 69 Pastoralassistenten waren in den Vorarlberger Pfarreien tätig.
„Wir sind Jahr für Jahr dankbar, dass so viele Menschen in Vorarlberg uns ihren Kirchenbeitrag anvertrauen. Damit können wir gemeinsam unseren Anteil für die Solidarität und soziale Wärme in der Gesellschaft sichern“, betont Finanzkammerdirektor Andreas Weber. Die Katholische Kirche biete zudem dem Möglichkeit an, 50 Prozent des Kirchenbeitrags einem bestimmten Zweck zu widmen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.