Die Verunsicherung über die heimlichen Zusperrpläne der ÖGK für vier Kundenzentren in Niederösterreich, über die die „Krone“ berichtete, schwebt nach wie vor über den Regionen. Nun macht die SPÖ im Waldviertel einen Vorstoß und fordert Klarheit und das Bekenntnis, nicht zu schließen.
Große Verunsicherung löste der „Krone“-Artikel über die geplante Schließung der ÖGK-Kundenzentren Waidhofen an der Thaya, Mödling, Klosterneuburg und Stockerau aus. Nach dem Bericht über das neue Standortkonzept ruderte die Krankenkasse zurück – der Verwaltungsrat stimmte im Sommer nicht über die Streichungspläne ab, der Punkt wurde wieder von der Tagesordnung genommen.
Wie ein Damoklesschwert schweben die Schließungspläne nun über den Standorten. „Gerade im ländlichen Raum sind persönliche Anlaufstellen unverzichtbar. Waidhofen darf nicht Opfer weiterer Zentralisierung werden“, fordert die SPÖ im Waldviertel ob der ohnehin oft weiten Strecken für ÖGK-Kunden nun Klarheit und den Erhalt des Standortes. Denn persönliche Betreuung sei für Schwerkranke besonders wichtig und müsse gewährleistet werden. Zudem fordert man Transparenz darüber, welche Kriterien über Waidhofen entscheiden sollen.
„Unverzichtbar am Land“
„Gerade im ländlichen Raum sind persönliche Anlaufstellen unverzichtbar. Waidhofen an der Thaya darf nicht Opfer einer weiteren Zentralisierung werden. Für viele Menschen ist die persönliche Beratung durch die ÖGK
wichtig und notwendig“, betont SPÖ-Bezirksvorsitzender Christian Kopecek.
Viele offene Fragen
„Dass eine so weitreichende Entscheidung über die Zukunft von Kundenservicestellen zunächst vorbereitet, wird und dann nach medialer Berichterstattung wieder zurückgestellt werden muss, zeigt, dass hier noch viele Fragen offen sind. Wir erwarten volle Transparenz darüber, nach welchen Kriterien über den Standort Waidhofen entschieden wird“, erklärt SPÖ-Waidhofen Fraktionsvorsitzender Georg Schlager.
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