In Salzburgs Altstadt

Navis lotsen Pkw durch Sperre in Polizeikontrollen

Salzburg
24.09.2026 07:00

Der Verkehr darf in Salzburg nicht mehr über den Müllner Hügel fahren, die enge Strecke bleibt wegen der Neutorsperre Bussen und Anrainern vorbehalten. Allerdings empfehlen die zahlreichen Navis noch immer genau diese Route. Hier müsste die Stadt die Anbieter informieren ...

Staus, Chaos, Stillstand – auch am neunten Tag der Neutorsperre geht es in weiten Teilen der Landeshauptstadt kaum voran. Salzburger Kennzeichen mischen sich auf der Rechtsabbiegespur der Staatsbrücke mit jenen aus der Umgebung und jenen der zahlreichen Touristen. Das Fahrverbot über den engen Müllner Hügel, über den derzeit fast alle Busse müssen, funktioniert noch immer nicht.

Angekündigte Maßnahmen der Stadt gegen den Dauerstau, der auch die Öffis hart trifft, blieben bislang zahnlos. Die Polizei kontrolliert stichprobenartig. Zehn Plakate entlang der Straßen, die auf die Sperre hinweisen, sind höchstens ein Tropfen auf den heißen Stein. Zum zweiten Mal dürfte die Stadt heuer Wesentliches vergessen haben: Navigationssysteme und digitale Karten.

Seit der Neutorsperre herrscht auf Salzburgs Straßen noch viel mehr Chaos als sonst.
Seit der Neutorsperre herrscht auf Salzburgs Straßen noch viel mehr Chaos als sonst.(Bild: Markus Tschepp)

Schon im Sommer gab es Kommunikations-Problem
Bereits bei der Durchfahrtssperre im Sommer drangen die Infos spät und spärlich zu den Technik-Giganten durch. Vor allem Touristen wurden von der Regelung eiskalt erwischt – sofern sie überhaupt kontrolliert wurden.

Genau wie jetzt zeigten auch schon im Sommer die unzähligen digitalen Helfer in den Fahrzeug-Cockpits freie Fahrt durch eigentlich gesperrte Bereiche an. Auch der Müllner Hügel wird hier jetzt rund um die Neutorsperre bei Google Maps, Apple Karten und Co. noch immer als reguläre Route angezeigt. 

Google: Änderungen ganz einfach mitteilen
Auf „Krone“-Anfrage kam seitens Google rasch eine Antwort. Der Konzern äußere sich zwar nicht zu einzelnen Fällen, aber für öffentliche Stellen und Institutionen gebe es ein Werkzeug, mit dem Änderungen einfach mitgeteilt werden können.

„Es wird versucht das zu ändern, das ist aber schwierig“, sagt Planungsstadträtin Anna Schiester (Bürgerliste). Sie sei aber gar nicht zuständig.

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