Rund um Neutorsperre

Busunfall legte ganzen Salzburger Stadtteil lahm

Salzburg
17.09.2026 06:00

Seit dem Start der Neutorsperre geht es auf Salzburgs Straßen chaotischer zu als sonst. Alle Busse werden über den engen Müllnerhügel umgeleitet. Dass es dort so schnell zu groben Problemen kommt, überrascht kaum jemanden – auch wenn die Ursache ein verhältnismäßig harmloser Unfall war.

Kompletter Stillstand im Salzburger Stadtteil Mülln! Am Mittwochnachmittag kollidierte bei der Haltestelle gegenüber des Landeskrankenhauses ein Bus mit einem zweiten. Eine leicht verletzte Person wurde von der Rettung ins Krankenhaus gebracht, drei weitere sprachen davon, selbst zum Arzt zu gehen.

Bereits dieser verhältnismäßig harmlose Unfall gegen 13 Uhr brachte den gesamten Verkehr im Umfeld zum Erliegen.

Warum der Bus am anderen vorbei wollte, bleibt ungeklärt.
Warum der Bus am anderen vorbei wollte, bleibt ungeklärt.(Bild: Markus Tschepp)

„Ich habe 25 Minuten beim Augustinerbräu vorbei gebraucht“, erzählt eine Taxifahrerin der „Krone“ vor Ort. Öffi-Fahrgäste kennen sich nicht mehr aus, Busfahrer stehen neben ihren Fahrzeugen und warten, die Polizei versucht den Verkehr zu regeln. Die Nerven liegen blank. Schnell breitet sich der Stau durch die Unterführung in die Gaswerkgasse aus. 

Am Müllnerhügel geht es vor allem für Busse sehr eng zu.
Am Müllnerhügel geht es vor allem für Busse sehr eng zu.(Bild: Markus Tschepp)

Schon seit Montag blockieren sich die Busse am engen Müllnerhügel gegenseitig – die „Krone“ berichtete. Die Umleitung selbst wurde wegen der Neutorsperre eingerichtet. Diese dauert noch bis April 2027.

Wegen der Neutorsperre müssen alle Busse über den sehr engen Müllnerhügel.
Wegen der Neutorsperre müssen alle Busse über den sehr engen Müllnerhügel.(Bild: Markus Tschepp)

Genau diese „Lösung“ kritisiert ein weiterer Taxifahrer im Stau scharf: „Ich habe zwölf Busse am Müllnerhügel gesehen, die sich gegenseitig im Weg standen – alle waren leer.“ Sein Vorschlag: Vorerst kleinere Busse auf der Strecke einzusetzen.

Viele Autofahrer halten sich zudem weder an die neue Busspur in der Augustinergasse noch an das Durchfahrtsverbot am Müllnerhügel. Für Fußgänger ist vor allem die Bushaltestelle direkt vor einem Zebrastreifen gefährlich: Sie können nur erahnen, ob sie bereits grün haben ... 

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