Einer der erfolgreichsten Musicalklassiker aller Zeiten kehrt zurück: Bei der Medienprobe von „Die Schöne und das Biest“ wird im Raimund Theater schon vor der Premiere ordentlich aufgefahren: prächtige Kostüme, sehenswerte Tanzszenen und opulente Kulissen. Die „Krone“ durfte einen ersten Blick auf die Show werfen
„Märchen schreibt die Zeit, in des Dichters Kleid, die Schöne und das Biest...“ – Es ist eine altbekannte Melodie, die wohl jeder Disneyfan mitsingen kann. Die berührende Geschichte um Belle und den verwunschenen Prinzen, der nur durch wahre Liebe erlöst werden kann, wird im Raimund Theater jetzt in einer brandneuen Produktion wieder zum Leben erweckt.
Montagnachmittag wurden erstmals ausgewählte Szenen in Kostüm und Maske auf der Bühne gezeigt, und gewährten einen Vorgeschmack auf das, was das Publikum ab 25. September erwartet.
Mit dem Auftritt von Gaston und Lefou, seinem tollpatschigen Handlanger, starteten die ausgewählten Szenen des weltberühmten Musical-Klassikers. Gaston (Roy Goldman) überzeugte gleich zu Beginn und könnte sich durchaus zum Publikumsliebling der Produktion entwickeln. Mit Sprechszenen wurde bei Foto- und Medienprobe aber noch gespart, es wurde vor allem viel getanzt. Auf der bunten Bühne gibt es jedenfalls viel zu sehen.
Beeindruckend war auch die bekannte Szene von „Unser Gast“ und vor allem das „Tänzer-Kaleidoskop“. Richtige Gänsehautmomente fehlten bei der Präsentation aber noch. Kommenden Freitag feiert das märchenhafte Erfolgsmusical dann die Gala-Premiere. Doch eigentlich ist es viel mehr so etwas wie ein Nachhausekommen.
„Es war eine wunderbare Zeit“
Die berührende Liebesgeschichte war nämlich schon einmal in der Bundeshauptstadt zu sehen. Vor über 30 Jahren, von 1995 bis 1997. Die Produktion lief 22 Monate und begeisterte über 600.000 Besucher. Damals in der deutschsprachigen Erstaufführung mit dabei: Alleskönnerin Marika Lichter, in der Rolle der „Madame de la Grande Bouche“. Für die „Krone“ erinnert sie sich zurück: „Es war eine wunderbare Zeit 1995, als wir die deutschsprachige Erstaufführung erarbeiten durften. Matt West, der diesmal auch die Regie macht, war der Choreograf und ich freue mich sehr, ihn und hoffentlich viele Kollegen wiederzusehen.“ Die Rolle des Lumière wurde damals übrigens von Kabarettist und Musiker Viktor Gernot gespielt.
Die Originalproduktion von „Die Schöne und das Biest“ lief über 13 (!) Jahre lang ununterbrochen am Broadway und zählt damit bis heute zu den am längsten am Stück gespielten Musicals. Wien darf sich auf ein Märchen zum Staunen freuen – die Darsteller und Spielstätte sind jedenfalls bereit und freuen sich auf viele begeisterte Besucher.
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