Tipps für Sicherheit

Wandervergnügen wird im Herbst schnell zur Gefahr

Kärnten
21.09.2026 05:00

Der Herbst ist da und damit auch die perfekte Zeit, um die letzten Sonnenstrahlen in der freien Natur zu genießen. Doch wer sich auf die unzähligen Wanderwege in Kärnten und Osttirol begibt, der sollte einige wichtige Tipps beachten.

Der Herbst in Kärnten ist nebelig! Aber auch wunderschön, denn, wenn sich das Blattwerk bunt färbt und es endlich etwas kühler wird, packen die Kärntner – und die Kärnten-Urlauber – ihre Wanderschuhe aus.

Zwischen dem Großglockner und der Adria findet man zahlreiche Etappen Alpen-Adria-Trails, etwa im Nationalpark Hohe Tauern. Die Etappen 10 und 11 führen über den „Mons Alpigeris“ in die Künstlerstadt Gmünd und weiter nach Seeboden am Millstätter See. Was sich im Herbst besonders anbietet, ist eine Wanderung von See zu See an den Etappen 20 und 21. Unterwegs gibt‘s dann im Wörthersee oder Klopeiner See noch mehr als 20 Grad Temperatur, die mutige Schwimmer nicht vom kühlen Nass abhalten werden.

Beim Bleistätter Moor wurde ein Slow Trail errichtet der faszinierende Einblicke ins schöne ...
Beim Bleistätter Moor wurde ein Slow Trail errichtet der faszinierende Einblicke ins schöne Landschaftsschutzgebiet gewährt.(Bild: Alexander Schwab)
Der Kitzelberg in St. Kanzian ist im Sommer wie im Herbst ein beliebtes Ziel.
Der Kitzelberg in St. Kanzian ist im Sommer wie im Herbst ein beliebtes Ziel.(Bild: Gert Perauer)

19 Slow Trails gibt es in Kärnten für all jene, die beim Wandern die Natur erleben wollen, sich aber gleichzeitig auch nicht auf den höchsten Berg wagen. Mit maximal 300 Höhenmetern und weniger als zehn Kilometern führen sie entlang von Bächen, Flüssen und Seen.

Sicher durch die Jahreszeit
Tipps fürs Herbstwandern
  • Besser früher losgehen, als später: Im Herbst sind die Tage kürzer, wer im Hellen nach Hause kommen will, muss früher starten.
  • Niederschläge beachten: In höheren Lagen könnte auch bereits Schnee liegen.
  • Trittsicher sein: Laub kann Wurzeln, Steine und Löcher verdecken. Außerdem macht Laub, Nebel oder Regen den Boden rutschig.
  • Frost nicht vergessen: Wenn es kälter wird, können tückische Eisflächen oft zur Gefahr werden – gerade unter dem Laub.
  • Öffnungszeiten beachten: Einige Alm- und Schutzhütten schließen im Herbst. Wer einkehren will, sollte sich vorab informieren.

Land Tirol rät zur Planungs-App
Trotzdem darf man beim Wandern im Herbst nicht vergessen, dass kürzere Tage, Laub, Nässe und erste Vereisungen die Bedingungen am Berg und im Tal verändern – auch in Osttirol, wo es zahlreiche, teils alpine Wanderwege gibt. Das Land Tirol appelliert daher, bei der Planung einer Herbsttour die jahreszeitlichen Besonderheiten zu berücksichtigen und die Route an die aktuellen Bedingungen anzupassen. „Gerade im Herbst lohnt sich ein genauer Blick auf die geplante Tour und die aktuellen Bedingungen. Digitale Werkzeuge können dabei eine wichtige Unterstützung sein“, betont Sportreferent Philip Wohlgemuth. Das Euregio-Projekt Digiway bietet verlässliche digitale Grundlagen für die Tourenplanung in Tirol, Südtirol und Trentino. Die Applikation fürs Smartphone liefert genau die Informationen, die man braucht, um Touren realistisch einzuschätzen.

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