Neuer Intendant

Peter de Caluwe: „Bin ein Harmoniemensch“

Salzburg
18.09.2026 10:12

Der Belgier Peter de Caluwe wurde Freitagvormittag als neuer Intendant der Salzburger Festspiele vorgestellt. Kristina Hammer wird als Präsidentin verlängert. Lukas Crepaz wird von einer weiteren Amtszeit als kaufmännischer Direktor wohl absehen.

De Caluwe war bereits 2013 bei den Festspielen in der engsten Auswahl für die Nachfolge von Interimschef Sven-Eric Bechtolf. Damals hatte jedoch Markus Hinterhäuser das Rennen um den Intendanten-Posten für sich entschieden.

„Intendanz beginnt mit Haltung“, habe de Caluwe im heurigen Bewerbungsprozess seine Intentionen mit dem Festival deutlich gemacht und das Kuratorium somit überzeugt. „Salzburg ist für mich der Ort, wo Außergewöhnliches möglich wird“, sagte de Caluwe selbst. Er sei mit Demut gegenüber seiner neuen Aufgabe in der Mozartstadt erfüllt. „Ich wünsche mir Festspiele, die ihrer Geschichte vertrauen und deshalb keine Angst vor ihrer Zukunft haben“.

De Caluwe ist „Harmoniemensch“
„Ich bin eher ein Harmoniemensch, ich möchte Reibung vermeiden“, stellte de Caluwe gleich eingangs hinsichtlich seines Führungsstils klar. Sein Vorgänger, Markus Hinterhäuser, musste wegen seines rauen Umgangstons und Verstößen gegen eine Wohlverhaltensklausel den Intendantenposten räumen. 

Kristina Hammer, Karoline Edtstadler, Peter de Caluwe (v.l.n.r.)
Kristina Hammer, Karoline Edtstadler, Peter de Caluwe (v.l.n.r.)(Bild: APA/BARBARA GINDL)

Für die amtierende Festspielpräsidentin, Kristina Hammer, gibt es eine Verlängerung: „In stürmischen Zeiten bleibt die Kapitänin an Bord“, argumentierte Landeshauptfrau und Kuratoriumsvorsitzende Karoline Edtstadler die Entscheidung. Sie wurde einstimmig wiedergewählt.

In den nächsten fünf Jahren wolle Hammer sich weiterhin dem Thema Sponsoring widmen. Außerdem wolle sie Dialog fördern, neues und vor allem junges Publikum gewinnen und neue Spielorte ermöglichen.

Der kaufmännische Direktor der Festspiele, Lukas Crepaz, war bei der Pressekonferenz am Freitag nicht anwesend. Am Vortag waren Gerüchte lautgeworden, wonach der 45-Jährige sich Anfang 2027 nicht um eine weitere Amtszeit an der Spitze des Kulturfestivals bewerben wolle.

Landeshauptfrau Karoline Edtstadler bestätigte, dass es Gespräche gab. Crepaz habe den Austausch mit ihr und Bürgermeister Bernhard Auinger aus persönlichen Gründen gesucht. Crepaz‘ Position wird turnusmäßig im Frühjahr 2027 ausgeschrieben.

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