In Ebensee

Hohlraum von Riesen-Kraftwerk ist jetzt fertig

Oberösterreich
15.09.2026 13:30
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Die Arbeiten für das Pumpspeicherkraftwerk der Energie AG in Ebensee (Oberösterreich) schreiten voran. Die sogenannte Kraftwerkskaverne ist mittlerweile fertig – ein großer Hohlraum, in den sogar die örtliche Kirche passen würde.

In der unterirdischen Kraftwerkskaverne mit einer Länge von cirka 53 Metern, einer Breite von etwa 26 Metern sowie einer Höhe von rund 41 Metern würde die Kirche von Ebensee Platz finden, veranschaulichte die Energie AG die Dimension des nun fertiggestellten Bauabschnitts. Der künstliche Hohlraum soll die zentrale elektromechanische Ausrüstung des Kraftwerks beherbergen.

Auch die Arbeiten am Ein- und Auslaufbauwerk am Traunsee sowie am Oberwasserspeicher sind weit fortgeschritten. Das Kraftwerk soll Ende 2028 in Betrieb gehen. Es ist mit einer halben Milliarde Euro das bisher größte Einzelvorhaben in der Unternehmensgeschichte der Energie AG.

Beim Oberwasserspeicher ist der Damm bereits zu rund 90 Prozent fertiggestellt, informiert die ...
Beim Oberwasserspeicher ist der Damm bereits zu rund 90 Prozent fertiggestellt, informiert die Energie AG.(Bild: Energie AG)

200 Tonnen schwere Einlauftrompete wird eingeschwommen
Derzeit werden in den untersten Ebenen der Kaverne Stahlbetonwände und Decken als Basis für das spätere Maschinenhaus hergestellt. Hauptauftragnehmer für die elektro- und maschinentechnische Kraftwerksausrüstung ist Andritz Hydro. Das Unternehmen arbeitet seit Ende August an der Montage der ersten Großkomponenten in der Kaverne, beispielsweise des Saugrohrs.

Gearbeitet wird auch am Ein- und Auslaufbauwerk am Traunsee. Davor befindet sich derzeit noch ein Felskeil, der unter Wasser abgetragen werden muss. Im Spätherbst soll die mehr als 200 Tonnen schwere Stahl-Einlauftrompete eingeschwommen und an das Ein- und Auslaufbauwerk angedockt werden. Taucher sollen das Manöver in rund neun Metern Tiefe unterstützen. Der Damm beim Oberwasserspeicher ist mittlerweile zu rund 90 Prozent fertiggestellt.

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