Der oberösterreichische Büromöbelhersteller Hali investiert bis 2030 rund 13,5 Millionen Euro in die Modernisierung seiner Produktion am Standort Eferding. Es sollen neue Fertigungsanlagen, ein automatisiertes Plattenlager sowie ein 1200 Quadratmeter großer Hallenzubau entstehen – trotz eines Umsatz-Rückgangs von zehn Prozent.
Die Umsetzung erfolgt in sechs Bauphasen bei laufendem Betrieb, heißt es vom Unternehmen. Die Baumaßnahmen haben mit einem offiziellen Spatenstich kürzlich begonnen, und zwar mit der Errichtung des 1200 Quadratmeter großen Hallenzubaus. „Wir investieren bewusst in unseren Standort, weil wir an die industrielle Produktion in Österreich glauben“, sagt Hali-Geschäftsführer Daniel Erlinger.
Neue Anlagen sollen Portfolio erweitern
Mit der Investition ersetzt der Büromöbelhersteller Teile seiner Fertigungsanlagen, die nach mehr als 15 Jahren Betriebszeit ausgetauscht werden müssen. Durch die neuen, optimierten Anlagen können Verschnitt reduziert und Wartungsaufwände gesenkt werden, heißt es von Hali. Mit dem Ausbau des Standortes will sich der Betrieb gleichzeitig strategisch weiterentwickeln, über den klassischen Büromöbelbereich hinaus Richtung individuelle Möbel für Hotels, Arztpraxen, Banken sowie öffentliche Einrichtungen. Die neue Fertigung schaffe die technologischen Voraussetzungen, um diese Geschäftsfelder künftig weiter auszubauen.
„Enormer Druck“
Die Millioneninvestition passiert in einem schwierigen Marktumfeld. Der Umsatz von Hali ist 2025 gegenüber dem Rekordjahr 2024 um rund zehn Prozent zurückgegangen, von 67 Millionen auf rund 60 Millionen Euro. „Heimische Hersteller stehen unter enormem Kosten- und Wettbewerbsdruck“, sagt Geschäftsführer Erlinger. Dazu sei weiterhin eine Investitionszurückhaltung zu spüren. „Gerade bei öffentlichen Ausschreibungen wünschen wir uns, dass neben dem Preis auch Kriterien wie Qualität, Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung stärker gewichtet werden.“
Hali ist Teil der österreichischen BGO Holding, beschäftigt rund 250 Mitarbeiter und fertigt mehr als 135.000 Möbelstücke pro Jahr.
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