Ermittlungen laufen

Mordalarm in Gefängnis: Ein Toter nach Streit

Oberösterreich
14.09.2026 19:27

Schon wieder wurde in einem Gefängnis in Österreich ein Häftling getötet. In der Justizanstalt Garsten (Oberösterreich) gab es am Montagabend Mordalarm. Ein 63-jähriger Tunesier und ein 40-jähriger Österreicher waren in Streit geraten. Der Jüngere wurde tödlich verletzt.

Tatort Gefängnis: Im Forensisch-therapeutischen Zentrum Garsten ist es am Montag gegen 15.30 Uhr zu einer blutigen Auseinandersetzung gekommen. Laut Informationen der „Krone“ waren ein 40-jähriger Österreicher und ein 63-jähriger Tunesier in Streit geraten. Am Ende lag der jüngere der beiden Häftlinge tot am Boden. 

LKA ermittelt
Die Staatsanwaltschaft Steyr betätigte am Montagabend, dass Mordermittlungen aufgenommen und das Landeskriminalamt eingeschaltet wurden. Unklar ist derzeit noch, welche Waffe zum Einsatz gekommen ist, es dürfte sich allerdings um eine messerähnlichen Gegenstand gehandelt haben. Die beiden Männer waren in Garsten im sogenannten Maßnahmenvollzug untergebracht. Sie waren als zwar zurechnungsfähig eingestuft, galten aufgrund einer schwerwiegenden und nachhaltigen psychischen Störung aber als gefährlich.

Aufklärung versprochen 
„Wir setzen alles daran, die Vorkommnisse lückenlos und unter Einbeziehung aller internen Abläufe aufzuklären. Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt der betroffenen Familie und den Hinterbliebenen“, hieß es in einer ersten Stellungnahme des Justizministeriums.

In der Justizanstalt kam es zu der tödlichen Messerattacke.
In der Justizanstalt kam es zu der tödlichen Messerattacke.(Bild: FOTOKERSCHI.AT/Werner Kerschbaum)

Ähnlicher Fall in Klagenfurt
Am 1. September war es in der JA Klagenfurt ebenfalls zu einem Tötungsdelikt gekommen. Mit durchtrennter Kehle fanden damals am frühen Morgen Justizwachebeamte einen 19-Jährigen in einer Gefängniszelle. Schnell rückte der Verdacht auf seinen 17-jährigen Zellengenossen.

Zwischen den beiden soll es immer wieder zu Streitigkeiten gekommen sein. Der mutmaßliche Täter zeigte sich geständig. Er soll das Opfer zuerst bewusstlos gewürgt und dann mit einer Einwegrasierklinge die Kehle durchtrennt haben. 

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