Die Preise stiegen in den vergangenen zehn Jahren im Durchschnitt um 39 Prozent. Die SPÖ wollte wissen, ob auch die Sozialleistungen des Landes entsprechend angehoben wurden. Eine Anfragebeantwortung des Soziallandesrats zeigt nun: Die Unterstützung für pflegende Angehörige wurde teils seit Jahren nicht erhöht.
Angesichts anhaltend hoher Inflationsraten ging die SPÖ im Juli der Frage auf den Grund, ob die Sozialleistungen in den vergangenen Jahren in ähnlichem Ausmaß angehoben wurden wie die Preise. Dazu richteten sie drei Anfragen die jeweils zuständigen Regierungsmitglieder – Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP, Fernpendelbeihilfe), LH-Vize Manfred Haimbuchner (FPÖ, Schulveranstaltungs- und Wohnbeihilfe) sowie Christian Dörfel (ÖVP, Soziales).
Landesrat Dörfel ernennt die pflegenden Angehörige immer zur wichtigsten Säule der Pflege. Dann soll er ihnen auch die angemessene Wertschätzung geben.
Sabine Engleitner-Neu, SPÖ-Klubchefin
Seit drei Jahren keine Erhöhung
Von Letzterem gibt es nun eine Anfragebeantwortung, die der „Krone“ in Teilen vorliegt. Daraus geht hervor: In manchen Bereichen wurden die Unterstützungsleistungen für Betroffene seit Jahren um keinen Cent angehoben. Ein Beispiel: Der Zuschuss zur Kurzzeitpflege in Alten- und Pflegeheimen liegt seit 2024 unverändert bei 779,31 Euro. „Drei Jahre lang genau derselbe Betrag, während alles teurer wird: Das ist für pflegende Familien einfach zu wenig“, kritisiert SPÖ-Klubchefin Sabine Engleitner-Neu.
Ein weiteres Beispiel ist der Urlaubsbonus für pflegende Angehörige. Dieser wurde ebenfalls seit drei Jahren nicht erhöht und liegt bei 278,32 Euro (für einen Urlaub in Oberösterreich) bzw. bei 216,47 Euro für einen Urlaub in einem anderen Bundesland.
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