Neuer Pächter gesucht

Ausblick auf einen Neustart des Kult-Lokals

Oberösterreich
15.09.2026 13:13

Nach dem Konkurs und dem Ärger mit Ex-Pächter sucht Multi-Gastronom Suat Aslan nun doch wieder einen Betreiber für die Sichtbar in Grieskirchen. Das einst beliebte Fortgeh-Lokal soll wieder das Herzstück der Stadt werden. 

Zwei Monate nach der Zwangsschließung zeichnet sich in Grieskirchen die Wiedereröffnung der weit über die Stadtgrenzen bekannten Sichtbar ab. Am 7. Juli gingen im Fortgeh-Lokal über den Dächern des Kirchenplatzes die Lichter aus. Pächter Marcel Märzinger hatte nach sechseinhalb Jahren den Konkursantrag gestellt. Barbesitzer Suat „Assi“ Aslan hatte die Nase voll, kündigte die Errichtung eines Penthouses an. „Nach vielen Gesprächen mit der Stadt habe ich mich nun entschlossen, einen neuen Pächter zu suchen. Dieser muss nicht großartig Geld in die Hand nehmen. Eine Ablöse wird er aber zahlen müssen“, hofft der erfolgreiche Multi-Gastronom wieder auf ein glückliches Händchen.

Suat „Assi“ Aslan wollte seine Sichtbar in ein Penthouse umbauen lassen. Nun sucht er aber doch ...
Suat „Assi“ Aslan wollte seine Sichtbar in ein Penthouse umbauen lassen. Nun sucht er aber doch noch einen Pächter, der das Lokal über den Dächern der Stadt übernehmen soll.(Bild: Markus Wenzel)

„Dieses hatte ich 2015, als Gerda Nimmervoll das Lokal von mir übernahm. Sie hat das i-Tüpfelchen auf eine Erfolgsgeschichte draufgesetzt und die Sichtbar zu einem Herzstück der Stadt gemacht. Das soll die Sichtbar auch wieder werden“, erklärt Aslan. Nimmervoll führte die Bar fünf Jahre lang und kehrte dann aus privaten Gründen Grieskirchen den Rücken. 2020 übernahm Märzinger als damals 20-Jähriger die Bar. Bereits der Start stand unter keinem guten Stern. Coronabedingt war für fast zwei Jahre kein Normalbetrieb möglich.

Gastronom seit 1994
Danach folgten die Preissteigerungen, die schlussendlich Märzinger in den Konkurs schlittern ließen. „Als Gastronom musst du ständig hinter dem Geschäft her sein, dann kannst du es schaffen“, so Aslan. Er muss es wissen. 1994 wurde er belächelt, als er gegenüber vom „Poly“ Oberösterreichs zweiten Kebabstand eröffnete. Mit unermüdlichem Fleiß schaffte er den Durchbruch, führte danach das Segafredo, die Sichtbar und das Campo. 

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